Flughafen

Lufthansa-Airbus landet nach Notfall in Hamburg

Die Maschine war auf dem Weg von München nach Vancouver, als ein Passagier mit einer "psychischen Verwirrung" auffiel.

Hamburg. Eine Maschine der Lufthansa mit 259 Fluggästen an Bord ist auf dem Flug von München nach Vancouver außerplanmäßig in Hamburg zwischengelandet. Ein geistig verwirrter Passagier an Bord habe medizinisch behandelt werden müssen, sagte Lufthansa-Sprecher Wolfgang Weber am Montag.

Berichte, nach denen der Mann an Bord randaliert habe und versuchte, eine Flugzeugtür zu öffnen, bestätigte er nicht. Wegen des medizinischen Notfalls habe der Pilot des Fluges LH476 die Maschine über der Nordsee gewendet und sich für den Zwischenstopp in Hamburg entschieden. „Sicherheit geht immer vor“, so Weber.

Der Airbus A340-600 landete am Sonntag um 18.04 Uhr. Die Hamburger Polizei bestätigte, dass bei dem 66 Jahre alten Kanadier eine psychische Erkrankung festgestellt wurde. „Der Mann war während des Fluges unruhig geworden und wollte das Flugzeug verlassen“, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Alarmierte Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Ein Passagier aus der ersten Klasse hatte dem kanadischen Sender CBC berichtet, ein Mann habe im hinteren Teil des Flugzeugs geschrien.

„Als wir in der Luft waren, regte er sich immer mehr auf und versuchte, sich eine Zigarette anzuzünden. Er schrie die ganze Zeit“ , sagte der Kanadier Dan Iosch dem Sender. Zudem habe der Mann, so Iosch, in 38.000 Fuß Flughöhe „offenbar versucht, die hintere Flugzeugtür zu öffnen“. „Das ist allein aus physikalischen Gründen gar nicht möglich“, sagte Lufthansa-Sprecher Weber. Gegen 20 Uhr setzte der Lufthansa-Airbus seinen Flug nach Kanada fort. Die Maschine landete mit etwa drei Stunden Verspätung in der Nacht zum Montag in Vancouver.