Bilanz

Hamburger Hafenumschlag schrumpft weiter

 Container werdenin Hamburg auf das Containerschiff „CMA CGM Alexander von Humboldt“ am Containerterminal Burchardkai im Hafen von Hamburg verladen

Container werdenin Hamburg auf das Containerschiff „CMA CGM Alexander von Humboldt“ am Containerterminal Burchardkai im Hafen von Hamburg verladen

Foto: Christian Charisius / dpa

Grund für die Talfahrt ist auch der schwächelnde Containerhandel mit China. Vorstand der Marketinggesellschaft ist aber optimistisch.

Hamburg.  Der schwächelnde Containerhandel mit China hat den Hamburger Hafen weiter ausgebremst. Der Güterumschlag fiel in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent auf 34,8 Millionen Tonnen. Ausschlaggebend war das Minus im wichtigen Containerumschlag, der um 3,4 Prozent zurückging und 2,23 Millionen Standardcontainer (TEU) erreichte, wie die Marketinggesellschaft des Hafens am Montag mitteilte.

Die Konkurrenz unter den großen Häfen ist hart

Der Containerverkehr mit China - dem mit Abstand wichtigsten Handelspartner des Hafens - reduzierte sich um 8,0 Prozent. Das konnte durch Zuwächse in anderen Fahrtgebieten nicht ausgeglichen werden. Auf den ersten Blick setzt sich die schwache Tendenz des Vorjahres fort, als der Hafen im Containerumschlag 9,3 Prozent einbüßte.

Die Verantwortlichen werteten die Entwicklung positiver. „Wir haben die Talsohle durchschritten“, sagte Axel Mattern, Vorstand der Marketinggesellschaft. Das zeige der Vergleich mit dem vierten Quartal des Jahres 2015. „Wenn wir insgesamt das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr schaffen würden, dann wäre das super.“ Damit allerdings würde der Umschlag des Hamburger Hafens auf einem Niveau stagnieren, das er bereits vor zehn Jahren erreicht hatte.

Die Faktoren, die den Hafen ausbremsen, sind noch die gleichen wie im Vorjahr: Rückschläge im Handel mit China und Russland sowie harte Konkurrenz unter den großen Häfen in Nordwesteuropa, vor allem um die Zubringerverkehre in die Ostsee.