Klein Borstel

Gericht stoppt erneut Bau von Flüchtlingsheim

Anwohner bei einer Protestaktion gegen die geplante Unterkunft in Klein Borstel (Archivbild)

Anwohner bei einer Protestaktion gegen die geplante Unterkunft in Klein Borstel (Archivbild)

Foto: Ulrich Schaarschmidt

Anwohner waren gegen die erteilte Baugenehmigung vorgegangen. Gericht kritisiert kompromisslose Haltung der Sozialbehörde.

Hamburg. Das Verwaltungsgericht Hamburg hat erneut einen Baustopp gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft in Klein Borstel verhängt. Am Donnerstag sei ein sogenannter Hängebeschluss getroffen worden, teilte das Gericht mit.

Damit darf die Stadt trotz der erteilten Baugenehmigung die Unterkunft für 700 Flüchtlinge auf der Fläche des Anzuchtsgartens des Ohlsdorfer Friedhofes vorerst nicht weiter bauen.

Mit dem Hängebeschluss solle verhindert werden, dass vollendete Tatsachen geschaffen werden, erläuterte das Gericht.

Das Gericht benötige mehr Zeit, um über den Eilantrag zu entscheiden

Der Verwaltungsgericht hatte den Bau bereits vor einigen Wochen zum ersten Mal gestoppt. Damals hatte das Gericht bemängelt, dass die Unterkunft auf Grundlage des Polizeirechts errichtet werden sollte, ohne dass eine Baugenehmigung vorlag. Gegen die dann von der Stadt erteilte Baugenehmigung wandten sich die Anwohner erneut vor Gericht.

Das Verwaltungsgericht benötige mehr Zeit, über den Eilantrag der Anwohner zu entscheiden. Darüber hinaus übte das Gericht Kritik an der kompromisslosen Haltung der Sozialbehörde.