Nach Terroranschlägen

Hamburg ruft zu Solidaritätskundgebung mit Paris auf

Hunderte Hamburger gedenken bei Schweigeminute der Opfer der Terroranschläge in Paris. Kundgebung am Mittwoch auf dem Domplatz geplant.

Hamburg. Es ist ein berührendes Bild in der Französischen Schule in Hamburg: Hunderte Kinder halten selbstgemalte Bilder von Friedenstauben und Victory-Zeichen in die Höhe, einige blicken traurig zu Boden, andere weinen. Während der europaweiten Schweigeminute um 12 Uhr haben auch in Hamburg hunderte Menschen in Trauer für die Opfer der Terroranschläge von Paris inne gehalten.

So begann auch die Pressekonferenz zum aktuellen Stand der schulischen Integration von Flüchtlingen in Hamburg mit einer Gedenkminute. Damit folgte auch die Politik in der Hansestadt dem Aufruf der Staats- und Regierungschefs der EU, der Opfer der Terroranschläge in Paris zu gedenken.

Politiker und Sportler halten am Flughafen inne

Ebenso hielt Innensenator Michael Neumann (SPD) gemeinsam mit Flughafenchef Michael Eggenschwiler zu Beginn einer Olympia-Veranstaltung auf dem Flughafen inne. Im französischen Generalkonsulat versammelte Genralkonsul Serge Lavroff indes seine Mitarbeiter um sich und gedachte der Toten und Verletzten.

Am Hamburger Hauptbahnhof verwiesen schwarze Werbetafeln auf die Schweigeminute und zeigten die französische Nationalflagge. Einige Passanten unterbrachen ihren Weg. U-Bahnen und Busse hatten in Hamburg ebenfalls ihre Fahrt an Haltestellen gestoppt. In Verwaltungen und Firmen ließen Mitarbeiter ihre Arbeit ruhen.

Solidaritätskundgebung Mittwochnachmittag am Domplatz

Politik, Verbände, Kirchen und Gewerkschaften riefen für Mittwochnachmittag in Hamburg zu einer Solidaritätskundgebung mit Frankreich aufgerufen. Die Veranstaltung in der Innenstadt stehe unter dem Motto „Vereint dem Terror entgegenstellen - Freiheit und Demokratie verteidigen“, teilten die Organisatoren am Montag mit.

Als Redner auf dem Domplatz erwartet würden unter anderem Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit, der französische Generalkonsul in Hamburg, Serge Lavroff, Bischöfin Kirsten Fehrs sowie Mustafa Yoldas vom Rat der islamischen Gemeinschaften (Schura) und Selvihan Sönmez von der Alevitischen Gemeinde Hamburg. Aus der Bürgerschaft rufen alle Fraktionen mit Ausnahme der AfD zu der Kundgebung auf. Beginn der Kundgebung ist um 16 Uhr auf dem Domplatz (Buceriusstraße).