Hamburg-Rothenburgsort

Fahrlässige Brandstiftung war Ursache für Bunkerbrand

Bei dem verheerenden Bunkerbrand in Rothenburgsort waren Anfang August 45 Menschen verletzt worden

Bei dem verheerenden Bunkerbrand in Rothenburgsort waren Anfang August 45 Menschen verletzt worden

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Bei dem Bunkerbrand in Rothenburgsort waren Anfang August 45 Menschen verletzt worden. Nun hat die Polizei den Grund ermittelt.

Hamburg. Etwa drei Monate nach dem verheerenden Brand in einem Hochbunker in Rothenburgsort hat die Hamburger Polizei die Brandursache ermittelt. Wie ein Sprecher am Montag mitteilte, habe eine fahrlässige Brandstiftung das Feuer und die anschließende Explosion ausgelöst.

Drei Lagerarbeiter im Alter von 27, 28 und 46 Jahren hätten kurz vor dem Feuer ausgelaufene Öle im vierten Stock des Hochbunkers aufgewischt, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. Weil sie die verwendeten Putzlappen nicht entsorgten, hätten sich Gase aus den ölgetränkten Stoffstücken selbst entzündet und den Brand ausgelöst. Die Ermittlungen richteten sich nun gegen die drei Männer

In dem Hochbunker an der Marckmannstraße waren Anfang August mehr als 70 Tonnen ätherische Öle in Brand geraten. Noch während der Löscharbeiten kam es zu einer Explosion, bei der 45 Menschen, darunter 15 Feuerwehrleute, verletzt wurden. Nur vier Tage später brannte es in einem Bahrenfelder Bunker, in dem 5,5 Tonnen Pyrotechnik lagerten. In Rothenburgsort waren die anliegenden Wohnungen nach dem Brand wochenlang unbewohnbar.