Nach Anschlag

Mutmaßliche „Mopo“-Brandstifter in Hamburg angeklagt

Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen im Januar 2015 an der Rückseite des Gebäudes der „Hamburger Morgenpost“. Auf das Gebäude war ein Brandanschlag verübt worden.

Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen im Januar 2015 an der Rückseite des Gebäudes der „Hamburger Morgenpost“. Auf das Gebäude war ein Brandanschlag verübt worden.

Foto: Bodo Marks / picture alliance / dpa

Vier Männer müssen sich vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Bei dem Anschlag flog ein Molotowcocktail in das Redaktionsgebäude.

Hamburg.  Zehn Monate nach dem Brandanschlag auf die „Hamburger Morgenpost“ hat die Staatsanwaltschaft vier junge Männer angeklagt. Wie die Zeitung berichtete, wirft die Anklagebehörde den Beschuldigten Brandstiftung und schwere Brandstiftung vor. Sie sollen sich vor dem Landgericht verantworten, sagte Behördensprecherin Nana Frombach am Sonnabend.

Als Motiv gilt laut „Mopo“ Verärgerung darüber, dass das Blatt nach dem Anschlag auf das Pariser Satiremagazin „Charlie Hebdo“ die islamkritischen Mohammed-Karikaturen auf der Titelseite zeigte - mit der Schlagzeile „So viel Freiheit muss sein!“. Zu diesen Einzelheiten konnte Frombach zunächst keine Angaben machen.

Die Brandstiftung bei der „Mopo“ nur wenige Tage nach dem Terroranschlag auf „Charlie Hebdo“ hatte für Empörung gesorgt. Die Täter sollen im Januar zunächst Steine und einen Brandsatz auf eine Schule in Hamburg geworfen haben - später zerstörten sie bei der „Mopo“ Fensterscheiben mit einem Gullydeckel und schleuderten einen Molotowcocktail in das Redaktionsgebäude. Aktenregale gingen in Flammen auf, die Feuerwehr konnte aber Schlimmeres verhindern.