Erschreckende Bilanz

Polizei erwischt bei Großkontrolle 303 Rotlichtsünder

Deutlich mehr als hundert Autofahrer wurden beim Telefonieren am Steuer erwischt und einige hatten nicht mal mehr einen Führerschein.

Hamburg.  Erschreckendes Ergebnis einer Großkontrolle der Hamburger Polizei: Die 167 in der gesamten Stadt eingesetzten Beamten registrierten zwischen 6 und 22 Uhr allein 258 Rotlichtverstöße durch Auto- und Motorradfahrer, zudem fuhren 45 Radfahrer über Rot.

127 Fahrer wurden beim Telefonieren am Steuer erwischt, vier weitere Autofahrer hatten keinen Führerschein, 36 hatten sich nicht angeschnallt, und in 46 Fällen wurden Mängel an den Fahrzeugen und den mitgeführten Papieren beanstandet.

Insgesamt kontrollierten die Beamten 665 Fahrzeuge und 706 Menschen. Ein 43-Jähriger, der mit seinem Transporter an der Kreuzung Braamkamp/Alsterdorfer Straße über Rot gefahren war, hatte darüber hinaus 533 Kilogramm mehr geladen als zulässig. Ihm drohen ein Bußgeld in Höhe von 185 Euro und zwei Punkte in Flensburg. Bei einem 21 Jahre alten Autofahrer, der verbotswidrig abgebogen war, entdeckten die Beamten außerdem, dass er illegale Drogen zu sich genommen hatte.

„Die Polizei Hamburg wird weiterhin Kontrollen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchführen, um die Hauptunfallursachen wie Rotlichtverstöße, Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten und Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss, zu bekämpfen“, sagt Polizeisprecherin Tanja von der Ahé.