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Hamburger Filmfest endet mit „Paradise“ und Preisen

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Das Filmfest Hamburg wurde am 1.10.2015 eröffnet

Das Filmfest Hamburg wurde am 1.10.2015 eröffnet

Foto: Axel Heimken / dpa

Zwei Produktionsfirmen aus Köln und Leipzig erhielten die begehrte Auszeichnung, die den Preisträgern je 25.000 Euro einbrachte.

Hamburg.  Die Produzenten der TV-Tragikomödie „Frauen“ und des Kino-Psychodramas „One Floor Below“ haben beim Hamburger Filmfest Preise abgeräumt.

Brit Possardt von der Kölner Produktionsfirma Calypso Entertainment gewann mit „Frauen“ die Auszeichnung als beste Deutsche Fernsehproduktion bei dem Festival, das seit Jahren eine eigene TV-Sektion im Programm hat. Alexander Ris und Jörg Rothe von der Neue Mediopolis Filmproduktion aus Leipzig erhielten die Ehrung für die beste Europäische Kino-Koproduktion, wie die Veranstalter am Freitag mitteilten. Jeweils 25.000 Euro gab es für die Preisträger, gestiftet von der Kulturbehörde (Kino) und von der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten (TV).

Possardt habe bei „Frauen“ eine herausragende Gesamtleistung als Produzentin gezeigt, „weil hier alle Abteilungen kunstvoll ineinandergreifen“ - von der Idee, über das Drehbuch mit hintergründigen Dialogen, die Kamera- und Regieführung sowie das fantastische Schauspielensemble, wurde die Jury in der Mitteilung zitiert. Der mit Katja Riemann, Nicolette Krebitz und Sophie von Kessel besetzte Film, der von zwei Schwestern und ihrer krebskranken Freundin handelt, schaffe einen Spagat zwischen Lachen und Weinen, „den man so nicht häufig im Deutschen Fernsehen sieht“.

Der Kinofilm „One Floor Below“, der den Alltag eines Familienvaters im postkommunistischen Rumänien erzählt, habe besonders durch eine „genaue Beobachtung, seine schlichte Eleganz und subtil geschilderte Handlungsstränge“ bestochen, hieß es weiter. Auch die Koproduktionsfirma Multi Media Est aus Bukarest wurde geehrt.

Auf der Abschlussveranstaltung im Cinemaxx-Kino in der Innenstadt wird zudem „Paradise“, das Spielfilmdebüt des iranischen Regisseurs Sina Ataeian Dena, gezeigt. Vor dem Abschluss am Abend soll am Nachmittag der Gewinner des Michel Filmpreises beim gleichnamigen Kinder- und Jugendfilmfest gekürt werden. Das 23. Hamburger Filmfest hatte 172 Beiträge aus 52 Ländern im Programm.

( dpa )

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