Hamburg

Mindestlohn für Sicherheitsdienste gilt jetzt für alle

Sozialbehörde erklärt Tarifvertag für allgemeinverbindlich. 2016 steigt der Stundenlohn in der niedrigsten Gruppe auf 9 Euro.

Hamburg. Der Lohntarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen in Hamburg gilt jetzt für alle Betriebe in dem Bereich. Die Sozialbehörde hat den Tarifvertrag auf Antrag des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für allgemeinverbindlich erklärt, teilte die Behörde am Sonntag mit. Damit erstrecke sich der Geltungsbereich des Tarifvertrages auch auf jene Unternehmen in Hamburg, die nicht im Verband bzw. in der Gewerkschaft engagiert sind.

Der Lohntarifvertrag, der bereits im Februar zwischen dem BDSW und ver.di abgeschlossen wurde, legt dabei für die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder in der Branche Mindestentgelte fest, regelt Zuschläge, Funktionszulagen und die Ausbildungsvergütung. Die Entgelte verteilen sich laut Behörde von 14 Euro pro Stunde für bestimmte Tätigkeiten an Verkehrsflughäfen bis hin zu 8,50 Euro für den Revier- oder Objektschutzdienst (Ausgangsdatum 1.Januar 2015).

Hamburg hat beschlossen, den Landesmindestlohn auf 8,67 Euro pro Stunde anzuheben. Der Tarifvertrag sieht zudem Steigerungen in zwei Stufen vor. Dabei steigen die Entgelte zum 1. Januar 2016 in der niedrigsten Gruppe auf 9 Euro die Stunde bzw. auf 15,50 Euro pro Stunde.