„Queen Mary 2"

HafenCity-Verbot: Kritik an Hafenbehörde und Senat

Walter Scheuerl bezeichnet die Erklärung, die zunehmende Verschlickung läge am historischen Niedrigwasser der Elbe, als „abwegig“.

Hamburg. Nach dem HafenCity-Verbot für die „Queen Mary 2“, die wegen zunehmender Verschlickung nicht genügend Wassertiefe im östlichen Hafenbereich vorfindet, kritisiert der ehemalige Bürgerschaftsabgeordnete und Rechtsanwalt Walter Scheuerl die Erklärung der Hamburg Port Authority (HPA), es läge am historischen Niedrigwasser der Elbe, als „abwegig“. Die hohen Sedimentablagerungen im Hafen seien vielmehr Folge der zunehmenden Verklappung von Hafenschlick vor Neßsand.

Bei einem Tidegewässer wie dem Unterlauf der Elbe werde der abgeladene Schlamm nicht in die Nordsee abtransportiert, sondern als Folge des sogenannten Tidal Pumping in das Hafengebiet zurücktransportiert. Zumal sich das vor Neßsand verklappte Baggergut nach der Amtsübernahme von Olaf Scholz (SPD) im Vergleich zum Jahr 2011 (1,1 Millionen Kubikmeter) jährlich vervielfacht habe. 2014 etwa waren es 2,7 Millionen Kubikmeter. Scheuerl: „Wenn die Verschlickung des Hafens aufgehalten werden soll, muss die kontraproduktive und den Haushalt der HPA und der Stadt belastende Verklappung des Hafenschlicks vor Neßsand endlich gestoppt werden.“

Laut HPA soll das Sedimentmanagement künftig flexibler gestaltet, das Verklappen als Aufgabe über Verwaltungsgrenzen hinweg begriffen werden. Durch ein Monitoring soll dieser Prozess überwacht werden.