Hamburg

Heute ist letzter Schultag für 207.000 Schüler

Eine Grundschullehrerin schreibt in Hamburg das Wort „Ferien“ auf eine Schultafel

Eine Grundschullehrerin schreibt in Hamburg das Wort „Ferien“ auf eine Schultafel

Foto: Axel Heimken / dpa

Endlich Sommerferien! Wo gibt es Hilfe bei Zeugnissorgen, wo wird es so richtig warm, und was kann man in Hamburg erleben?

Hamburg. Heute ist es soweit: Endlich Ferien! 207.000 Schüler und Schülerinnen in Hamburg haben ab Donnerstag sechs Wochen schulfrei. Erst am 27. August beginnt wieder der Schulalltag.

Doch vor der Freude über die freie Zeit steht einigen Kindern noch die Zeugnisübergabe bevor. Wer Sorgen oder Probleme mit seinem Zeugnis hat, kann sich an das von der Schulbehörde eingerichtete „Zeugnistelefon“ wenden. Dort stehen erfahrene Schulpsychologen, Sozialpädagogen und Lehrkräfte noch bis kommenden Donnerstag, den 16. Juli 2015, jeweils von 8 bis 16 Uhr mit fachkundigem Rat bereit. (Telefon 040/428 99 20 02 oder per Mail: schueler-zeugnisdienst@bsb.hamburg.de )

Doch spätestens nach der Zeugnisübergabe können die Reiseplanungen beginnen. Doch wer geplant hat, mit dem Auto zu verreisen, sollte sich auf Staus vorbereiten. Denn nicht nur in Hamburg, sondern auch in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein starten in die Ferien.

Der ADAC und der Auto Club Europa (ACE) rechnen damit, dass die Fernstraßen noch voller werden als in den vergangenen Wochen. Grundsätzlich empfiehlt der ACE, die Wochenenden für die Anreise mit dem Auto zu meiden. Besonders in Richtung Nord- und Ostsee sind Staus nach Angaben der Experten vorprogrammiert. Staustufe Rot heißt es auch auf allen wichtigen Nord-Süd-Routen sowie in den Ballungsräumen Berlin, Hamburg, Köln und München.

Zudem ist im Ausland die Verkehrssituation besonders in Österreich und Italien angespannt. Für viele Reisende aus Nordeuropa geht der Urlaub in den kommenden Tagen zu Ende. Daher ist mittlerweile nicht nur mit Staus in die Feriengebiete zu rechnen, sondern auch in der Gegenrichtung.

Wie wird das Wetter in Hamburg, Deutschland und Europa?

Also lieber wegfliegen oder doch Urlaub auf Balkonien? Diese Entscheidung wird oft auch vom Wetter abhängig gemacht. Nach dem kleinen Hitzehoch Anfang Juli ist der Sommer derzeit gefühlt aber selbst im Urlaub.

Doch zumindest am Donnerstag und Freitag kommt der Sommer zum Kurzurlaub in den Norden zurück. Kent Heinemann vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation in Hamburg stellt zumindest für Freitag „einen großen Schwung warme Luft“ und Temperaturen von 30 Grad Celsius in Aussicht. Grund sei ein Ausläufer eines Azorenhochs. Doch bereits „ab Sonnabend wird es wieder wechselhaft bei Temperaturen um 20 bis 21 Grad Celsius“, so Heinemann weiter.

Doch entgegen des allgemeinen Wunsches nach einem Sommer mit Temperaturen um die 30 Grad Celsius gehöre gerade das wechselhafte Wetter zum Sommer in Norddeutschland. „Die hohen Temperaturen sind eher für Mittel- und Süddeutschland typisch.“

Das liege daran, dass Norddeutschland auf der Grenze liege, wo sich Wetterhochs aus dem Süden mit Tiefausläufern aus dem Norden abwechseln würden, so Heinemann erklärend. Wer wirkliche Hitze haben möchte, dem rät der Wetterexperte zu einem Urlaub in Süd- und Osteuropa. Richtig heiß werde es kommende Woche in Griechenland und der Türkei. Temperaturen von 35 bis 38 Grad Celsius seien dort möglich.

„Für Norddeutsche vielleicht etwas erträglicher wird es dann an der französischen Atlantikküste mit Temperaturen zwischen 25 und 27 Grad Celsius.“ Die Wassertemperatur des Atlantiks sei mit 20 Grad Celsius badetauglich. Das Mittelmeer sei an der Adria (25 Grad Celsius) oder bei Mallorca (25 bis 27 Grad Celsius) hochsommerlich warm, so Heinemann weiter.

Ferienpass und Ferienbetreuung

Kinder, deren Eltern noch keinen Urlaub haben, müssen zu Hause aber keine Langeweile bekommen. Im Zuge des flächendeckenden Ganztagsausbaus bieten viele Schulen über ihre Kooperationspartner eine Ferienbetreuung an.

Im Rahmen der „Ganztägigen Bildung und Betreuung (GBS)“ hatten sich rund 16.000 Kinder (27%) für eine Ferienbetreuung von 8 bis 16 Uhr sowie weitere rund 3.200 Kinder (5%) von 6 bis 18 Uhr für das Schuljahr 2014/15 angemeldet. Dies geht aus einer Mitteilung des Senats hervor. An manchen Schulen laufen aber auch zusätzlich Ferienkurse, Freizeitangebote und Auffrischungskurse für Rückkehrer aus dem Ausland.

Zudem hat die Schulbehörde wieder den Hamburger Ferienpass herausgegeben. Die aktuelle Ausgabe enthält mehr als 600 Veranstaltungen und 10.000 Termine. Das Jugendinformationszentrum (JIZ) hat wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Der Ferienpass wird nicht nur in den Schulen verteilt, sondern liegt auch in den Jugendämtern, Kundenzentren, Öffentlichen Bücherhallen, allen Filialen von Budnikowsky und Heymann sowie im Jugendinformationszentrum, Dammtorstraße 14, bereit. Unter www.hamburg.de/ferienpass gibt es das Heft zum Download. Das Hamburger Abendblatt stellt jeden Tag drei Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche vor.

Nach den Ferien

Für 15.000 Kinder steht dann nach den Ferien eine große Veränderung bevor: die Einschulung. Etwa genauso viele Kinder wechseln aus den Grundschulen an die weiterführenden Schulen. Erfahrungen aus den Vorjahren haben gezeigt, dass rund 800 Schüler nach Klasse 6 das Gymnasium verlassen müssen und ihre Schullaufbahn an einer Stadtteilschule fortsetzen. Weitere 2.500 Schüler wiederholen nach Mitteilung des Senats eine Klassenstufe, rund 700 verbringen zumindest einen Teil des kommenden Schuljahrs im Ausland.