Tierpark in Stellingen

Große Freude bei Hagenbeck: Das Elefantenbaby ist da!

Töröö...das neuste Familienmitglied der Hagenbeck-Elefanten zeigt sich der Außenwelt

Töröö...das neuste Familienmitglied der Hagenbeck-Elefanten zeigt sich der Außenwelt

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Elefantendame Yashoda hat das Kalb in der vergangenen Nacht auf die Welt gebracht. Alle sind wohlauf. Tierpfleger: "Sieht 1a aus."

Hamburg. Rüssel? Dran. Vier Beine? Check! Flaum? Und wie! Hagenbecks neuer Publikumsliebling ist da.

In der Nacht zum Montag ist im Tierpark ein Elefantenbaby geboren worden. Schon wenige Stunden nach seiner Ankunft wurde das weibliche Jungtier in der Mitte der Herde präsentiert. Noch suchte es immer wieder den Kontakt zur Mutter, wurde aber auch von allen anderen Asiatischen Elefanten wohlwollend begrüßt.

Ganze 688 Tage hatte die erfahrene Leitkuh Yashoda die Tierpark-Verantwortlichen auf den jüngsten Spross der Elefantenherde warten lassen. Am Ende, in der Nacht zum Montag, musste dann alles umso schneller gehen. Binnen weniger Minuten war das kleine Elefantenkalb auf die Welt gekommen. „Gegen zwanzig vor vier habe ich den Anruf erhalten, dass es losgeht“, sagt Tierarzt Michael Flügger. „Zehn Minuten später hieß es schon: Alles vorbei. Das Kind ist da. Die Mutter ist gesund.“

Genau genommen war es 3.49 Uhr, als das zehnte und jüngste Mitglied der Elefantenherde geboren wurde. Das noch namenlose Mädchen ist bereits das fünfte Kalb der 36-jährigen Kuh Yashoda, es ergänze die Tierpark-Herde aus weiblichen Tieren perfekt. „Es ist immer gut, wenn man einen Verbund aus verwandten Tieren hat“, sagt Tierpfleger Thorsten Köhrmann. „Unter verwandten Tieren gibt es weniger Streit.“ Für den Vater, Elefantenbulle Gajendra, 22, ist es der erste Nachwuchs bei Hagenbeck, nachdem er aus München nach Hamburg gekommen war. Für den Tierpark selbst ist es die erste Geburt nach gut drei Jahren. Zuletzt war im April 2012 der Bulle Assam zur Welt gekommen.

„Hauptziel für das Neugeborene ist nun, die Zitze der Mutter zu finden und ordentlich zu trinken“, sagt Tierarzt Michael Flügger. Ansonsten mache der laufende Meter mit seinen geschätzten 100 Kilogramm einen guten Eindruck. Oder, um es mit den Worten von Thorsten Köhrmann zu sagen: „Sieht eins a aus!“ Bis zu 20 Liter Milch saugt der Mini-Elefant für gewöhnlich pro Tag aus seiner Mutter. Zehn Kilogramm soll das Tier von nun an pro Woche zulegen. Deshalb trinke auch die Leitkuh während der Stillzeit mehr als sonst, etwa 300 Liter Wasser täglich. Hinzu kommen etwa 120 Kilogramm Futter.

Bis der jüngste Spross ausschließlich feste Nahrung zu sich nimmt, wird es zwei bis drei Jahre dauern. Und schon bald ist das Kalb auch nicht mehr das einzige Baby der Herde. Auch Elefantenkuh Kandy erwartet Nachwuchs. Für sie wäre es nach einer Tragezeit von 22 Monaten das erste Kind.