Langenhorn

Mit dem Einrad nach China – Schüler treten in Peking auf

"Einradkids" der Stadtteilschule Langenhorn fliegen in den Sommerferien zum Internationalen Kulturfest. Dort sind 20 Nationen vertreten.

Langenhorn. Mit dem Einrad nach China – das ist schon was, auch wenn es nur im übertragenen Sinne stimmt: Die Deutsche Sportjugend hat die „Einradkids Hamburg“ ausgewählt, Deutschland beim Kultur- und Kunstaustausch der internationalen Jugend in Peking zu vertreten.

„Das ist eine riesengroße Ehre für uns“, sagt Lehrerin Maren Schindler-Grove, die vor rund 20 Jahren den Einradverein an der Stadtteilschule Am Heidberg in Langenhorn gegründet hat. „Ich komme vom Kunstturnen und hatte mich vorher kaum für das Einrad interessiert, aber durch meine Tochter bin ich doch dazu übergegangen“, sagt sie.

Mit ihrem Auftritt wollen die „Einradkids“ ihren Zuschauern in Peking Deutschland, aber vor allem auch Hamburg präsentieren: „Als Matrosen wollen wir den Zuschauern die maritime Seite der Stadt zeigen und ihnen unsere Heimat näherbringen“, sagt die Lehrerin, die die Zusage der Deutschen Sportjugend am selben Tag erhalten hat, an dem sie ihr 25. Dienstjubiläum feierte: „Diese Reise ist tatsächlich das Highlight meiner Karriere.“

Bei dem internationalen Jugendlager kommen Jugendliche aus 20 unterschiedlichen Nationen zusammen. Neben dem Kulturprogramm sollen sie Freundschaften aufbauen und bekommen die Möglichkeit, gemeinsam die Hauptstadt Peking und die chinesische Kultur kennenzulernen. Zum Programm gehören viele Sehenswürdigkeiten und zahlreiche Museen. „Am meisten bin ich gespannt auf die weltberühmte chinesische Mauer“, sagt die 14-jährige Pauline Scholl, die vorher noch nie außerhalb Europas war.

Die Hamburger Gruppe wird in den Sommerferien für eine Woche nach China fahren. „Meine Eltern waren sofort begeistert und haben mich voll und ganz unterstützt“, sagt die 19-jährige Nele Willroth, „Es ist eine einmalige Chance.“

Viele der Hamburger Schülerinnen und Schüler kommen aus sozial nicht sonderlich gut gestellten Familien, sagt Maren Schindler-Grove. „Zwar beteiligt sich die Deutsche Sportjugend an den Kosten, es bleibt aber trotzdem ein großer Anteil an Eigenkosten“, sagt die Lehrerin.