Hamburg

Vorsicht vor der Strömung in der Elbe

Übung: Retter der Feuerwehr holen Ralf Schauka aus der Elbe

Übung: Retter der Feuerwehr holen Ralf Schauka aus der Elbe

Foto: Daniel Herder

Die Feuerwehr demonstriert mit einer Rettungsübung die Gefahren beim Baden. Die Strömung ist auch für geübte Schwimmer gefährlich.

Hamburg. Gut, dass das nur eine Übung ist. Und gut, dass Ralf Schauka als Feuerwehrtaucher auch mit der kalten, unberechenbaren Elbe fertig wird. Denn wenn statt Schauka am Donnerstagmorgen ein Otto-Normal-Bürger ungeschützt vom Ponton am Anleger Neumühlen ins Wasser gesprungen wäre, wäre die ganze Sache wohl nicht ganz so glimpflich ausgegangen.

Doch bei der Simulation einer Wasserrettung auf der Elbe, die dokumentieren soll wie gefährlich das Baden dort ist, ist die Feuerwehr von idealen Bedingungen ausgegangen: dass ein Bürger, der das Unglück beobachtet hat, geistesgegenwärtig einen Rettungsring zum vermeintlich Ertrinkenden wirft und dann die 112 der Feuerwehr wählt. In diesem Szenario ziehen Kollegen Schauka aus dem Wasser ins Schnellboot der Feuerwehrwache Innenstadt – 20 dieser kleinen Boote hat die Hamburger Feuerwehr im Einsatz.

Ein zweites Szenario liefert die Feuerwehr auf Höhe Strandperle: Zu sehen ist, wie Schauka 50 Meter in die Elbe schwimmt, durch die Strömung nun erkennbar mehr gefordert, und dann von Kollegen „gerettet“ wird.

Was das beweisen soll? Dass die Strömung in der Elbe auch für geübte Schwimmer gefährlich werden kann, sagt Feuerwehrsprecher Thorsten Grams. Nur 16 Grad betrage die Wassertemperatur, die Fließgeschwindigkeit sechs bis acht km/h. Im Ernstfall könne man rasch abgetrieben werden. Hinzu komme die Sogwirkung der Schiffe, durch die Schwimmer in Richtung Fahrrinne gezogen werden können. Die Feuerwehr rät vom Schwimmen in der Elbe ab. Verboten ist es aber nicht. Sich nah am Strand „in Badewannenmanier“ ins Wasser hineinzusetzen, um sich abzukühlen, sei gewiss kein Problem, so Grams.