Hamburg

SPD und Grüne wollen Gebärdensprache als Schulfach

Gebärdensprache soll nach Ansicht der Parteien Wahlpflichtfach werden und als Brücke zwischen Hörenden und Nicht-Hörenden dienen.

Hamburg. Gebärdensprache soll an ausgewählten Hamburger Schulen Wahlpflichtfach werden. Ein entsprechender Antrag der Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen soll in der kommenden Bürgerschafts-Sitzung am 8. und 9. Juli behandelt werden. Mit dieser Initiative wolle man dazu beitragen, bereits im Kindesalter eine Brücke zwischen Hörenden und Nicht-Hörenden zu bauen, hieß es. Seit März 2002 ist die Deutsche Gebärdensprache als eigenständige Sprache offiziell anerkannt.

In dem Antrag sind 28 Schulen in Hamburg aufgeführt, in denen Kinder mit dem Förderschwerpunkt „Hören“ betreut werden. Um ihnen die Kommunikation auch mit anderen Kindern zu ermöglichen, sei es wichtig, allen Kindern Grundzüge der „Deutschen Gebärdensprache“ (DGS) nahezubringen, heißt es in dem Antrag.

Der Senat wird ersucht, gemeinsam mit Schulbehörde und Schulleitungen geeignete allgemein- und berufsbildende Schulen für das neue Wahpflichtfach zu benennen. Der Unterricht soll in Anlehnung an den von Hamburg, Berlin und Brandenburg erstellten Rahmenlehrplan erfolgen. (epd)