Elbphilharmonie

Im Video: Die beeindruckende neue Aussichtsplattform

Die Plaza ist fast so groß wie der Rathausmarkt. Jetzt führten die Bauherrn wiederholt über eines der Prunkstücke der Elbphilharmonie.

Hamburg. Auf Deutschlands berühmtester Kulturbaustelle, der Hamburger Elbphilharmonie, geht es weiter voran. Derzeit sind erstmals die Gerüste auf der Plaza weitgehend abgebaut. Aus diesem Anlass haben die Projektbeteiligten - die Stadt Hamburg, der Baukonzern Hochtief und die Architekten Herzog & de Meuron - am Freitag die Aussichtsplattform des spektakulären Konzerthauses vorgestellt.

Die Plaza liegt in 37 Meter Höhe zwischen dem alten Kaispeicher mit seiner historischen Backsteinfassade und dem wellenförmigen gläsernen Aufbau. Mit rund 4000 Quadratmetern Fläche ist sie beinahe so groß wie der Hamburger Rathausmarkt und bietet einen spektakulären Rundumblick auf die Elbe, den Hafen und die Innenstadt.

„Es ist beeindruckend, mit welcher architektonischen Leichtigkeit die Plaza die Verbindung zwischen altem Backsteinspeicher und neuem Glasgebäude schafft", sagte Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos). Als "Platz für Alle" unterstreiche die Plaza zudem den öffentlichen Charakter der Elbphilharmonie.

Eröffnung bereits im November 2016

Der für jedermann zugängliche Ort soll bereits im November 2016 eröffnen – zwei Monate vor der offiziellen Einweihung der Elbphilharmonie. Damit sich nicht mehr Personen auf der Plaza aufhalten als aus Sicherheitsgründen erlaubt, müssen sich die Besucher im Erdgeschoss des Konzerthauses ein Ticket (kostenlos) holen und fahren dann mit einer 82 Meter langen, gebogene Rolltreppe durch den alten Speicher hinauf zur Plaza.

„Wie alles an der Elbphilharmonie, ist auch die Plaza ein besonderer Ort mit besonderen baulichen Herausforderungen", sagte Hochtief-Projektleiter Stephan Deußer am Freitag. Dazu gehörten die geschwungene Decke mit in 3D geplanter Unterkonstruktion sowie die eigens für die Plaza in einem Kohleofen gebrannt und in einem speziellen Muster verlegten Bodenklinker. Außerdem hob er die bis zu den sechs Meter hohen Windschotts hervor, "die allein durch ihre Geometrie und die Festigkeit des Glases standsicher sind".

Seit der Neuordnung des Projekts befindet sich der Bau der Elbphilharmonie weiter im vereinbarten Zeitplan. Voraussichtlich am 7. Juli wird der letzte Kran an dem Konzerthaus abgebaut, bis 31. Januar 2016 wird die Weiße Haut im Großen Konzertsaal fertiggestellt, bis 30. Juni 2016 ist die Übergabe zugesichert und bis 31. Oktober 2016 die Abnahme. Nach jahrelangen Kostenexplosionen und Bauverzögerungen soll die Elbphilharmonie dann am 11. Januar 2017 eröffnet werden. (HA/dey/dpa)