Ohlsdorf

Fegebank weiht Stein zur Erinnerung an verbrannte Hexen ein

Am kommenden Sonntag weiht Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank den Gedenkstein ein

Am kommenden Sonntag weiht Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank den Gedenkstein ein

Foto: Marcelo Hernandez

Mindestens 40 Frauen wurden in Hamburg wegen angeblicher Hexerei verurteilt und verbrannt. Im „Garten der Frauen“ wird ihrer gedacht.

Ohlsdorf. Auf dem Friedhof Ohlsdorf wird am Sonntag (14 Uhr) ein Erinnerungsstein für Hamburgerinnen eingeweiht, die in der Frühen Neuzeit Opfer der Hexenverfolgung wurden. Der Gedenkstein im „Garten der Frauen“ solle an das geschehene Unrecht erinnern, sagte Rita Bake, Gründerin des „Gartens der Frauen“.

In Hamburg seien zwischen 1444 und 1642 mindestens 40 Frauen wegen angeblicher Hexerei gerichtlich verurteilt und verbrannt worden. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) wird auf der Veranstaltung sprechen. Notwendig sei „eine offizielle Rehabilitation“ für die Opfer der Hexenverfolgung in Hamburg, forderte Bake. In anderen Städten sei eine Rehabilitation der hingerichteten Frauen durch Stadtparlamente und Kirchen bereits erfolgt.

An dem Stein wird eine Flamme entzündet, „um an die Form der Hinrichtung zu erinnern“. Opfer wegen angeblicher Zauberei seien auch einige Männer gewesen. Während der Feier tritt der Märchenerzähler und Harfenspieler Jörn-Uwe Wulf auf. Insgesamt fanden im 16. und 17. Jahrhundert in Deutschland 50.000 bis 60.000 vermeintliche Hexen den Tod. (epd)

( epd )

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