Hamburg

Intelligente Ampeln sollen Staus im Hafen verhindern

Ein Lkw fährt im Hamburger Hafen (Hamburg) mit einem neuen Steuersystem auf der Fahrerkonsole, das mit entsprechend ausgerüsteten Ampeln kommunizieren und durch verlängerte Grünphasen für einen gesteigerten Verkehrsfluss sorgen kann

Ein Lkw fährt im Hamburger Hafen (Hamburg) mit einem neuen Steuersystem auf der Fahrerkonsole, das mit entsprechend ausgerüsteten Ampeln kommunizieren und durch verlängerte Grünphasen für einen gesteigerten Verkehrsfluss sorgen kann

Foto: Markus Scholz / dpa

Rotphasen sind auf die Bedürfnisse von Fahrzeugen und Fußgängern ausgerichtet. So soll der Verkehrsfluss optimiert werden.

Hamburg. Lange Staus vor roten Ampeln sollen im Hamburger Hafen bald der Vergangenheit angehören. Die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) hat heute mit dem Chiphersteller NXP Semiconductors die erste intelligente Ampel im Hafen vorgestellt, die auf Fahrzeuge und Fußgänger reagiert und ihre Rotphasen auf deren Bedürfnisse ausrichtet.

Ziel ist es den Lkw-Verkehrsfluss zu optimieren und Fußgänger schneller und sicherer durch das immer stärker befahrene Hafenareal zu leiten.

Das ganze erfolgt über drahtlose Kommunikation. Fahrzeuge werden mit NXP-Chips ausgestattet, Fußgänger mit einem selbstklebenden Funketikett, die von den intelligenten Ampeln erkannt werden, und den Verkehr je nach Andrang steuern. Nähert sich eine Lkw-Kolonne einer Kreuzung, meldet sie sich bei der intelligenten Ampel an, um die Grünphase vorzuziehen oder zu verlängern. Zwischenstopps werden vermieden.

Zugleich werden die Fahrer auf einem kleinen Bildschirm im Fahrzeug darüber informiert, ob sie an der nächsten Ampel halten müssen oder weiterfahren können. So können sie ihre Fahrweise den Verkehrsvorgaben anpassen. Nähern sich Fußgänger der Kreuzung, werden auch diese von der Ampel erfasst, und eine Warnung per drahtlosem Funk in die Führerkabine übermittelt. Das System wurde heute zunächst an der Kreuzung Kattwaykdamm/ Moorburger Elbdeich im Südlichen Hafengebiet eingerichtet. Weitere Ampelanlagen sollen folgen. Die Kosten stehen noch nicht fest.