Bundestag

30 Millionen Euro für Hamburger Olympia-Bewerbung

Die Computeranimation zeigt das Olympiastadion auf dem geplanten Olympiagelände auf dem Kleinen Grasbrook im Hafen von Hamburg

Die Computeranimation zeigt das Olympiastadion auf dem geplanten Olympiagelände auf dem Kleinen Grasbrook im Hafen von Hamburg

Foto: gmp, Büro Gärtner und Christ / picture alliance / dpa

Zehn Millionen Euro könnten schon in diesem Sommer fließen. Auch die Olympia-Gegner machen in zwei Kampagnen mobil.

Berlin/Hamburg.  Große Unterstützung für Hamburgs Olympiabewerbung für die Sommer- und Paralympischen Spiele im Jahre 2024: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat beschlossen, die Kampagne der Stadt bis ins Jahr 2017 mit insgesamt 30 Millionen Euro zu unterstützen, die ersten zehn Millionen sollen schon in diesem Sommer fließen. Die Bewerbungskosten wurden zuletzt auf 50 Millionen Euro geschätzt. Die Handelskammer Hamburg hatte zudem signalisiert, 25 Millionen Euro aus Wirtschaftskreisen beisteuern zu wollen. Der Hamburger Senat hatte Ausgaben von 15 Millionen Euro für die Stadt einkalkuliert.

Die Olympia-Bewerbungsgesellschaft soll in den nächsten Wochen gegründet werden. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird 51 Prozent der Anteile halten, der Bund, Hamburg und Segelstandort Kiel werden sich die restlichen 49 Prozent teilen. Geschäftsführer der Olympia GmbH wird der ehemalige Hamburger Kultur- und Justizstaatsrat Nikolas Hill (CDU), DOSB-Vorstand Bernhard Schwank sein Stellvertreter.

Zwei Initiativen gegen die Olympiabewerbung

„Als Haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion freue ich mich, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags beschlossen hat, insgesamt 30 Millionen Euro für die Hamburger Olympiabewerbung zur Verfügung zu stellen. Der Bund macht damit deutlich, dass es sich bei der Hamburger Bewerbung um eine gesamtdeutsche Angelegenheit handelt“, sagte Johannes Kahrs. „Hamburg ist Deutschlands Kandidat bei der Bewerbung für die Olympischen Spiele 2024. Die Vorzeichen für eine Bewerbung sind exzellent, weil derzeit alles in einander greift: ein nachhaltiges Konzept verbunden mit einer breiten Unterstützung der Hamburger Bürger machen die Stadt zu einem starken Bewerber. Nun hat auch der Bund ein weiteres bedeutendes Bekenntnis zur Hamburger Bewerbung geliefert.“

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet im Sommer 2017 in Perus Hauptstadt Lima über den Ausrichter der Sommerspiele 2024. Neben Hamburg wollen sich bislang Boston (USA), Paris und Rom bewerben. Zuvor müssen die Hamburger und Hamburgerinnen aber am 29. November abstimmen, ob die Stadt ihre Olympiakampagne fortsetzen soll.

Die Olympiagegner machen dagegen jetzt mobil: „Die unter dem Vorwand der Olympiabewerbung von der Bürgerschaft geplante Verfassungsänderung bekommt mächtigen Gegenwind. Nicht nur, dass inzwischen über 41.000 Menschen die Petition (Rettet den Volksentscheid) bei Change.org unterschrieben haben. Jetzt wird die nächste Runde eingeläutet. ,Mehr Demokratie’ bringt zwei Volksinitiativen auf den Weg, um in die im Eiltempo laufende Debatte in der Bürgerschaft einzugreifen“, schreibt Blogger Dirk Seifert von (N)Olympia.