Wohnquartier

Mehr Schutz für das Gründerzeitviertel in Blankenese

Derzeit gebe es vermehrt Abbruchpläne für das Gebiet zwischen S-Bahn, Simrockstraße, Dockenhudener Straße und Erik-Blumenfeld-Platz.

Hamburg. Die Straßenzüge südöstlich des Blankeneser Bahnhofs gelten als ein Wohnquartier, das noch überwiegend aus großbürgerlichen Einzelhäusern aus der Gründerzeit geprägt ist. Doch dieses Erscheinungsbild ist aus Sicht des Bezirksamt Altona offenbar gefährdet. Derzeit gebe es vermehrt Abbruchpläne für das Gebiet zwischen S-Bahn, Simrockstraße, Dockenhudener Straße und Erik-Blumenfeld-Platz, teilte das Amt nun der Kommunalpolitik mit und empfiehlt eine Art Milieuschutz.

Nach dem bisher gültigen Baurecht seien die Abrisspläne sonst nicht zu verhindern, heißt es sinngemäß in der Mitteilung, die am kommenden Mittwoch im Planungsausschuss der Bezirksversammlung behandelt werden soll. Es liege ein großer „Veränderungsdruck“ auf diesem Milieubereich, „Stück für Stück“ werde die historische Bausubstanz mit modernen Mehrfamilienhäusern ersetzt, die einheitlich prägende Gründerzeitarchitektur könnte bald fast vollständig verschwinden.

,Abhilfe soll nun eine Erhaltungsverordnung schaffen. Damit müssten bauliche Veränderungen künftig strenger genehmigt werden. Soll heißen: Altbauten können nicht mehr ohne weiteres abgerissen werden und neue Häuser müssten sich vom Architekturstil her künftig besser einpassen, Schließlich stelle die noch vorhandene Bebauung dort noch ein für die Elbvororte „ortstypisches Siedlungsbild“ dar, das von übergeordneter Bedeutung für Hamburg sei, so das Amt.