Neustadt

Hamburger erkunden das Logenhaus der Freimaurer

Rege Diskussionen am Sonnabend im
Logenhaus an der Welckerstraße

Rege Diskussionen am Sonnabend im Logenhaus an der Welckerstraße

Foto: privat

Beim Tag der offenen Tür im Logenhaus an der Welckerstraße informierten sich mehr als 100 Besucher über die Arbeit der Freimaurer.

Hamburg.  Von wegen geheimnisvoll und verschlossen: Beim Tag der offenen Tür am Sonnabend im Logenhaus an der Welckerstraße nahe dem Gänsemarkt informierten sich mehr als 100 Besucher über Grundsätze und Arbeit der Freimaurer. Auf Initiative der Logen „Zur Deutschen Nordmark“ und „Konrad Ekhof“ wurden Besichtigungen des Tempels, Vorträge und Videovorführungen angeboten.

„Interesse und Wissbegierde waren enorm“, sagte Stefan Mayer, Meister vom Stuhl und somit Vorstand der Loge „Konrad Ekhof“, die den Namen des 1720 in Hamburg geborenen Freimaurers und Schauspielers trägt. Der 1892 gegründeten Loge gehören 30 Männer zwischen 30 und 87 Jahren an.

Drei Dutzend erfahrene Freimaurer standen den Gästen mit Rat und Tat zur Seite. Sie beantworteten viel Fragen über den Sinn und den Alltag der Freimaurer. Dabei konnten viele Vorurteile im Nu ad acta gelegt werden. In den vergangenen Jahren sind die Logenbrüder bemüht, Transparenz zu schaffen und Einblicke zu gewähren. Freimaurer haben absolut nichts mit einem Geheimbund zu tun, pflegen aber historisch gewachsene Rituale.

Der Titel eines Vortrags war Programm: „Kein Geheimnis“. Zu sehen war auch eine noch bis Juni laufende Ausstellung „Menschlichkeit“ mit Bildern von elf Freimaurern und Künstlern zum Thema.

Der nächste offene Gesprächsabend ist am 21. Mai im Logenhaus Moorweidenstraße 36 in Rotherbaum (Beginn: 19.30 Uhr). (jmo)