Schulbehörde

Landesschulrat spielt zum Abschied Klavier

Der Landesschulrat
und Leiter des
Amtes für Bildung,
Norbert Rosenboom,
tritt in den
Ruhestand

Der Landesschulrat und Leiter des Amtes für Bildung, Norbert Rosenboom, tritt in den Ruhestand

Foto: Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)

Norbert Rosenboom wechselt nach 17 Jahren in den Ruhestand - und präsentierte seine Version eines Elton-John-Klassikers.

Hamburg.  Man muss im Geschichtsbuch der Hamburger Behörden vermutlich lange zurückblättern, um einen Vorgang wie diesen zu finden, und wird dennoch wohl kaum fündig: Zur Verabschiedung von Landesschulrat Norbert Rosenboom in den Ruhestand griff Schulsenator Ties Rabe (SPD) in die Tasten. Der Hobbymusiker präsentierte am Klavier seine Version des Elton-John-Klassikers „Your Song“ – allerdings ohne Gesang.

Vorsorglich, aber im Scherz hatte Rabe an den römischen Kaiser Nero erinnert, der gern zur Laute sang, und die Zuhörer, die lachten, gleich umbringen ließ. „Ich habe die Nero-Karte glücklicherweise nicht ziehen müssen“, befand Rabe, nachdem im Miralles-Saal der Jugendmusikschule am Mittelweg kräftiger Beifall der rund 200 Gäste für die Einlage aufgebrandet war.

Rosenboom war seit 2006 Leiter des Amtes für Bildung und damit nach Senator und Staatsrat die Nummer drei in der Behördenhierarchie. Seit Anfang 2013 trug der Deutsch-, Politik- und Geschichtslehrer zudem den Titel Landesschulrat und war damit oberster Schulbeamter und Repräsentant der Lehrer und Schulen, vergleichbar dem Polizeipräsidenten.

„Ich werde das spontane Händeklatschen und die angesungenen Arien vermissen“, sagte Rabe, der Rosenbooms „menschliche und humorvolle Umgangsweise“ und seinen unkonventionellen Führungsstil lobte. „Er hat eine durch keine Katastrophe zerstörbare gute Laune.“ Maren Knebel-Pasinski, eine enge Mitarbeiterin, sagte: „Eigentlich hat er immer auf einen Anruf des HSV gewartet, um ihn als Troubleshooter zu engagieren.“

Der vielfach Geehrte blieb bescheiden. „So wie hier geschildert, wäre ich gern gewesen“, sagte Rosenboom. Seine Aufgabe sei gewesen, „Türen zu öffnen und möglichst nicht zuschlagen zu lassen“.