Juwelier Wempe

Hamburger Traditionsunternehmen zieht sich aus Asien zurück

Das Unternehmen schließt seine Filiale in Peking. Umsätze hätten die Erwartungen in den vergangenen drei Jahren nicht erfüllt.

Hamburg/Peking. Das Hamburger Traditionsunternehmen Wempe zieht sich vorerst aus Asien zurück. Der Ende August auslaufende Mietvertrag in einem Einkaufszentrum in Peking werde nicht verlängert, teilte der Juwelier am Montag mit. Die Umsätze der ersten Niederlassung auf dem größten Kontinent der Welt hätten die Erwartungen in den vergangenen drei Jahren nicht erfüllt, hieß es.

Zwei wesentliche Gründe nannte die 1878 gegründete Firma: Erstens sei das Einkaufszentrum zu sehr auf Mode, Kunst sowie Essen und Trinken ausgerichtet. Zweitens habe die Wechselkursentwicklung kombiniert mit der hohen Besteuerung von Luxusgütern dafür gesorgt, dass diese Waren um bis zu 50 Prozent teurer seien als in Europa. Dies fördere den Einkaufstourismus in den EU-Staaten und den USA.

Das Unternehmen erwartet für das Luxussegment nur eine vorübergehende Schwäche in China. Generell bestehe dort für den Juwelier Wachstumspotenzial. Die Zuwachsraten der Mittelschicht seien sehr vielversprechend „und deuten darauf hin, dass ein hoher Nachholbedarf bei Uhren und Schmuck entstehen wird“, sagt Firmenchefin Kim-Eva Wempe: „Wir suchen nach einem neuen, geeigneten Standort im lokalen Markt.“