Kriminalität

Immer mehr Angriffe auf Bahnmitarbeiter in Hamburg

Mitarbeiterin der neuen Einsatzgruppe der Deutschen Bahn: Das Unternehmen beklagt steigende Übergriffe

Mitarbeiterin der neuen Einsatzgruppe der Deutschen Bahn: Das Unternehmen beklagt steigende Übergriffe

Foto: Britta Pedersen / dpa

Die Deutsche Bahn beklagt in ihrem Sicherheitsbericht mehr Übergriffe - und auch mehr Graffiti an Zügen. Spayer profitierten von einem Ereignis.

Hamburg. Die Deutsche Bahn beklagt eine starke Zunahme der Übergriffe auf ihre Mitarbeiter in Hamburg. Auch Graffiti-Schmierereien an Zügen hätten in der Hansestadt zugenommen.

Im vergangenen Jahr seien 150 Mitarbeiter angegriffen worden, die meisten von ihnen im Sicherheitsdienst, sagte DB-Sicherheitschef Gerd Neubeck. 2013 waren es noch130 Übergriffe in Hamburg, was einen Anstieg um 15 Prozent bedeutet. „Das ist einfach zu viel“, sagte Neubeck. „Wir wollen und werden das nicht hinnehmen.“ Die Deutsche Bahn will in diesem Jahr 700 weitere Videokameras in bis zu 100 Bahnhöfen bundesweit installieren. Die Hälfte aller Regionalzüge im Raum Hamburg sei bereits mit Kameras ausgestattet.

Die wegen der Lokführerstreiks herumstehenden Züge waren im vergangenen Jahr ein leichtes Ziel für Sprayer. Weiter begünstigt worden seien die Taten durch das milde Frühjahr, erklärte Neubeck. Die Bahn registrierte in Hamburg 870 Graffiti, nach 740 im Vorjahr (+17 Prozent). Hamburg sei neben Berlin ein Schwerpunkt der Sprayer bei der Bahn in Deutschland. Der Vandalismus sei mit 200 Taten nahezu konstant geblieben.

Erleichtert zeigte sich Neubeck über den Rückgang der Fälle von Körperverletzung, Metalldiebstahl und Automatenaufbruch in Hamburg. „Die Deutschen Bahn ist deutlich sicherer als der sonstige öffentliche Raum“, bilanzierte der Sicherheitschef. (dpa)