Groß Borstel

750 Wohnungen! Neues Quartier am Lokstedter Güterbahnhof

Foto: Screenshot von Google-Streetview

Zwischen Tarpenbek und dem bekannten arabischen Möbelhaus „Le Marrakech“ entsteht ein neues Wohnviertel mit 750 Wohnungen, einer Kita und einer Parkanlage.

Hamburg. Die Pläne für das Areal auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhof Lokstedt werden konkret. Wie das Bauunternehmen Otto Wulff am Mittwoch mitteilte, hat das Unternehmen das Areal vom irischen Investor McGarrell Reilly übernommen, ebenso das angrenzende Gelände, auf dem eine Kleingartensiedlung untergebracht ist.

750 Wohnungen sollen nun auf dem Gelände entstehen, das im Norden von der Tarpenbek begrenzt wird, im Osten von den Kleingärten und dem bekannten Möbelhaus „Le Marrakech“ sowie im Süden von den Bahngleisen. Bei McGarrell Reilly lief das Projekt unter dem blumigen Namen „Tarpenbek Greens“. Die Otto Wulff GmbH spricht von der Erschließung des „Tarpenbeker Ufers“. Mit ersten Arbeiten solle Ende des Jahres begonnen werden. Auf dem etwa 120.000 Quadratmeter großen Areal sollen nach Unternehmensangaben rund 750 neue Wohneinheiten entstehen, darunter mindestens 225 öffentlich geförderte Mietwohnungen. „Zudem umfasst das Projekt eine Kita sowie eine Parkanlage und weitere Grünflächen“, so eine Unternehmenssprecherin. Das Möbelhaus „Le Marrakech“ werde bestehen bleiben.

Die Gebäude sollen vier bis fünfgeschossig gebaut werden. Für Anwohner und Besucher seien Parkplätze und Tiefgaragen geplant. Eine 1100 Meter lange Lärmschutzwand soll die Bewohner vom Lärm der Bahntrasse abschirmen. Zur Erschließung gehören laut Angaben Otto Wulff neben der landschaftlichen Gestaltung auch der Bau von Straßen, Rad- und Gehwegen sowie einer neuen Rad- und Fußgängerbrücke über die Tarpenbek.

Die Bebauung des Geländes ist besonders unter den Kleingärtnern umstritten. Mit zahlreichen Protesten versuchten Kleingärtner und auch einige Anwohner, doch noch eine Kehrtwende zu erwirken. Doch der Bezirk stellte klar, dass an der Zahl von 750 Wohnungen nicht zu rütteln sei. Ein neuer Bebauungsplan macht das Großprojekt möglich.