Erhebung

So reagieren Hamburgs Politiker auf die Abendblatt-Umfrage

| Lesedauer: 3 Minuten

Zwischen Bestätigung, Ansporn und Herausforderung: Fast alle Parteien sehen sich nach der Umfrage des Hamburger Abendblatts in ihrem Kurs bestätigt und setzen auf den Wahlkampf.

Hier geht‘s zur mobilen Version des Videos

Olaf Scholz, Bürgermeister und SPD-Landesvorsitzender: „Die Hamburger SPD erzielt erneut sehr gute Umfrageergebnisse. Die Zahlen zeigen, dass wir mit unserer Arbeit der vergangenen Jahre eine solide Vertrauensbasis aufbauen konnten. Die hohe Zustimmung ist Ansporn und Verpflichtung zugleich, Kurs zu halten, damit Hamburg weiter vorn bleibt.“

SPD-Fraktionschef Andreas Dressel: „45 Prozent in der Sonntagsfrage, 70 Prozent Zufriedenheit mit dem Senat insgesamt, 65 Prozent Zustimmung zum Bürgermeister – das ist nach knapp vier Jahren Regierungszeit ein gutes Zeugnis für die Hamburger SPD und ein Ansporn für uns alle. Die Hamburger erkennen deutlich an, dass wir die vor der letzten Wahl gegebenen Versprechen Punkt für Punkt eingehalten haben – was in der Politik leider keine Selbstverständlichkeit ist.“

Dietrich Wersich, CDU-Fraktionschef und Bürgermeisterkandidat:„Natürlich freue ich mich über den Aufwind für die CDU in der politischen Stimmung. Es wundert mich aber nicht, denn immer mehr Hamburger ärgert die chaotische Verkehrspolitik der SPD, und sie sehen mit großer Sorge den Anstieg der Kriminalität und Gewalt. Viele finden zu Recht, dass von der SPD zu wenig für Wirtschaft und Wissenschaft getan wird. Diese Themen werden in den kommenden 100 Tagen sicherlich eine große Rolle im Wahlkampf spielen.“

CDU-Landeschef Marcus Weinberg: „Als einzige Bürgerschaftspartei hat die CDU Hamburg in der Wählergunst zugelegt. Dies sind die besten Werte für die CDU Hamburg in den vergangenen vier Jahren und damit auch ein Beleg für die gute Arbeit der vergangenen Monate.“

Katharina Fegebank und Jens Kerstan, Grünen-Spitzenkandidaten: „Unser Wert ist stabil. Das ist eine solide Basis für den Start in den Wahlkampf. Unser Ergebnis von 2011 wollen wir verbessern. Die AfD ist in Hamburg eine Neuauflage der Schill-Partei, es ist gut, dass diese Truppe nach jetzigem Stand nicht ins Parlament käme. An vielen Stellen – zum Beispiel bei Verkehr, Umwelt, Hochschulen – sehen wir, dass die absolute Mehrheit der SPD schlecht ist für Hamburg. Deshalb ist es unser erstes Ziel, eine erneute Alleinregierung zu verhindern. Wir stehen für mehr Grün, bessere Unis, bessere Radwege, mehr Klimaschutz und eine gerechtere Bildungs- und Sozialpolitik.“

Katja Suding, FDP-Vorsitzende: „Unser Ergebnis ist nicht schön. Doch jeder Segler weiß, man kommt nicht nur bei Rückenwind, sondern auch bei Gegenwind gut voran, wenn man die Segel richtig setzt und das Steuer fest in der Hand hält. Wir werden jetzt erst recht engagiert, geschlossen und leidenschaftlich in den Wahlkampf starten. Wir werden deutlich machen, dass keine Partei so wie die FDP für beste Bildung, gesunde Wirtschaft, fließenden Verkehr und solide Haushalte steht.“

Dora Heyenn , Linke-Fraktionschefin: „Wir freuen uns über die sieben Prozent. Das zeigt, dass wir durch unsere Fraktionsarbeit im Laufe der Jahre eine Stammwählerschaft aufgebaut haben. Ich hatte befürchtet, dass wir durch die bundesweite Diskussion über das Thema Unrechtsstaat DDR runterrutschen würden.“

Jörn Kruse, Spitzenkandidat der AfD: „Wir sind es gewohnt, niedrige Umfragewerte und hohe Wahlergebnisse zu haben. Ich habe keinen Zweifel, dass wir die Fünfprozenthürde überspringen.“

( (dey/pum) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg