Studie

Hamburger zoffen sich am häufigsten mit ihren Nachbarn

Foto: picture-alliance/ dpa / picture-alliance / dpa

Ärger über Gestank, Lärm und hässliche Deko: Laut einer aktuellen Umfrage gerät keiner so oft mit dem Nachbarn aneinander wie die Hamburger.

Hamburg. Zaun an Zaun, Tür an Tür: In Großstädten wie Hamburg leben Nachbarn manchmal näher aneinander, als ihnen liebt ist. Und das führt oftmals zu Zoff.

Eine Studie der Gemeinschaft für Konsumforschung (GfK) hat jetzt ergeben, dass es nirgendwo häufiger zu Nachbarschaftszoff kommt als in Hamburg. Gut jeder Zweite (50,2 Prozent) gab bei der Umfrage zu: Ja, es hat schon Streit mit Nachbarn gegeben. Auf Platz zwei liegen mit 42,9 Prozent die Baden-Württemberger. Der letzte Platz wird von Berlin belegt (13,9 Prozent).

Top Streitgrund: Lärmbelästigung

Deutschlandweit soll sich jeder Zweite schon mal mit den Nachbarn in die Haare bekommen haben. Der häufigste Streitgrund in Deutschland ist mit 63,6 Prozent die Lärmbelästigung - auch in Hamburg.

Überraschend ist aber auch noch ein weiteres Ärgernis: „Die Dekoration gefällt nicht“ wurde als Ursache von fast jedem fünften Hamburger genannt. Zum Vergleich: In Schleswig-Holstein störte sich lediglich jeder Zwanzigste an einer vermeintlich hässlichen Fußmatte oder dem Gartenzwerg des Nachbarns. Weitere Hauptursachen für einen Nachbarschaftsstreit sehen die Hamburger auch in der Missachtung von Nachbarschaftspflichten wie Rasenmähen oder Putzen (74,5 Prozent) und in Unfreundlichkeit (64 Prozent).