Verkehrskontrolle

Hamburger Polizei stoppt Fahrrad ohne Bremsen

Insgesamt wurden bei einer groß angelegten Kontrollaktion im Stadtbereich 188 Verkehrsverstöße festgestellt. Mehrere Auto- oder Radfahrer erwischte die Polizei beim Telefonieren. Schrotträder aus dem Verkehr gezogen.

Hamburg. Rotlichtsünder, gefährliche Überholmanöver und verkehrsuntaugliche Schrotträder:

Bei einer Großkontrolle im Hamburger Stadtgebiet hat die Fahrradstaffel der Polizei am Dienstag in Hamburg insgesamt 188 Verkehrsverstöße festgestellt.

Hier eine Übersicht der Verstöße

Verstöße bei Fahrradfahrern

– 96 Radfahrer missachteten das Rotlicht der Ampeln – zehn Radfahrer fuhren auf der falschen Radwegseite – sechs Radfahrer telefonierten während des Radfahrens – ein Fahrrad hatte keine Bremsen – drei Fahrräder hatten Mängel an der Bremseinrichtung. Diesen vier Radfahrern wurde die Weiterfahrt untersagt.

Ein Radfahrer versuchte nach einem Rotlichtverstoß zu flüchten. Dies konnten die Beamten an der Kontrollstelle verhindern.

Fahrradfahrer, die bei Rot über die Ampel fahren, müssen mit einem Bußgeld von 60 Euro rechnen. Wenn schon länger als eine Sekunde Rotlicht - mit einem Bußgeld von 100 Euro geahndet.

Verstöße bei Kraftfahrzeugführern

- Insgesamt verstießen 72 Kraftfahrzeugführer gegen Verkehrsvorschriften. 44 Fahrzeugführer missachteten das Rotlicht. Ein Motorradfahrer missachtete das Rotlicht, obwohl die Ampel schon länger als eine Sekunde „Rot“ zeigte. Neun Autofahrer überholten Radfahrer mit einem zu geringen Abstand. Zwei Fahrer behinderten beim Abbiegen querende Radfahrer. Zwei Autofahrer telefonierten beim Fahren. Zwei Motorrollerfahrer trugen keinen Schutzhelm.

Wer mit einem Kraftfahrzeug bei Rot über die Ampel fährt, muss mit 90 Euro Bußgeld rechnen. Wenn schon länger als eine Sekunde Rot war, sogar mit 200 Euro

...und bei Fußgängern

Darüber hinaus missachteten zwei Fußgänger das Rotlicht der Fußgängerampel.

Bilanz

Laut Polizei hätte die Großkontrolle gezeigt, dass sich viele Fahrräder und Autofahrer nicht an die geltenden Rechtsvorschriften halten.

Deshalb werde die Polizei auch zukünftig, insbesondere in den Sommermonaten, verstärkt Fahrradkontrollen durchführen. Das Ziel sei weiterhin, die Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung zu reduzieren, um somit zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit beizutragen.