In der Handelskammer ging es um Umweltschutz und Klimawandel

Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Hamburg und Schweden sind intensiv, das wurde beim Besuch von Kronprinzessin Victoria und Prinz Daniel in der Handelskammer deutlich. Dort eröffnete das Paar eine Wirtschaftskonferenz zu Umweltschutztechnologien.

880 Hamburger Unternehmen unterhalten Geschäftsbeziehungen mit Schweden, 130 davon mit eigenen Niederlassungen dort. Umgekehrt beschäftigen 116schwedische Firmen in Hamburg rund 16.000 Menschen. Das verbindende Thema beim Besuch der schwedischen Thronfolgerin in der Handelskammer war vor allem der Umweltschutz. Sowohl Stockholm wie auch Hamburg trugen – 2010 und 2011 – bereits den Titel „Umwelthauptstadt Europas“. Beide Metropolen arbeiten intensiv an einem effizienteren Umgang mit Energie und an einem Ausbau der erneuerbaren Energien. Angesichts von Klimawandel und Umweltzerstörung bleibe keine Zeit zu verlieren, sagte Victoria: „Denn es gibt keinen anderen Planeten.“ Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) und der Handelskammer-Vizepräses, Siemens-Manager Michael Westhagemann, berichteten den Gästen aus Schweden, wie Hamburg und Norddeutschland zum Vorreiter der deutschen Energiewende werden wollen: „Wir wollen weltweit ein Schaufenster für die Nutzung und den Ausbau der erneuerbaren Energien sein“, sagte Westhagemann. Hamburg gilt mittlerweile in Europa als wichtigstes Zentrum vor allem für Unternehmen aus der Windkraft-Industrie.

Die schwedische Außenhandelsministerin Ewa Björling ließ in ihr Grußwort ein wenig Welt-Klimapolitik mit einfließen: „Wir arbeiten dafür und hoffen, dass bis zur nächsten Tagung der Welthandelsorganisation WTO im Dezember ein internationales Abkommen zum Handel mit Emissionsrechten für Treibhausgase spruchreif ist.“