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Das sind Hamburgs beste Krankenhäuser

Das Asklepios Westklinikum und die Helios Endo Klinik schneiden in einer AOK-Studie bei Standard-Operationen am besten ab. Aber: Es gibt große Qualitätsunterschiede.

Hamburg. Bei Hüftoperationen sind das Asklepios Westklinikum und die Helios Endo Klinik die besten Hamburger Krankenhäuser. Wer ein künstliches Kniegelenk braucht, ist in diesen Klinken ebenfalls am besten aufgehoben, außerdem in der Schön-Klinik in Eilbek. Bei Operationen zur Gallenblasenentfernung (wegen Gallensteinen) hat kein Hamburger Krankenhaus es in die deutsche Spitzengruppe geschafft. Die qualitativ besten Hüftoperationen nach einem Bruch des Gelenks werden offenbar im UKE gemacht. Das ist das Ergebnis eines großen Qualitätsberichts der AOK Rheinland/Hamburg. Demnach sind die Qualitätsunterschiede zwischen den Krankenhäusern in Hamburg bei Knie-, Hüft- oder Gallenblasen-OPs groß. 6800 Operationen und ihre Folgen sind unter die Lupe genommen worden.

Bei den planbaren Hüft-Operationen traten in den Häusern, die schlechter abgeschnitten haben, bis zu dreimal häufiger Komplikationsfälle auf als bei den besten. Bei künstlichen Kniegelenken ist dieser Faktor noch extremer. Die Qualität der Behandlung soll nach dem Willen der künftigen Bundesregierung stärker in die Honorierung der Krankenhäuser einfließen.

Die AOK Rheinland/Hamburg (2,8 Millionen Versicherte) wertete die Qualitätssicherung mit Routinedaten (QSR-Verfahren) aus 25 Krankenhäusern in Hamburg aus. Überprüft wurde, wie hoch der Anteil an Komplikationen in einem Zeitraum von einem Jahr nach einem Eingriff ausfällt. „Unter Berücksichtigung des jeweiligen Krankheitszustands der behandelten AOK-Patienten wurden die Krankenhäuser dann für jedes Operationsgebiet im bundesweiten Vergleich in drei Kategorien eingeteilt: die besten 20 Prozent („überdurchschnittlich“), die mittleren 60 Prozent („durchschnittlich“) und die schlechtesten 20 Prozent („unterdurchschnittlich“)“, teilte die AOK mit.

AOK-Vorstand Matthias Mohrmann sagte: „Das QSR-Verfahren ist das bislang einzige Verfahren, das systematisch den weiteren Behandlungsverlauf eines Versicherten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus betrachtet und in die Qualitätsbewertung einer Klinik mit einbezieht. Gerade in diesem Nachbeobachtungszeitraum unterscheiden sich die Kliniken im Auftreten von Komplikationen, die stationär behandelt werden müssen. Während beispielsweise im Bereich der planbaren Hüftgelenk-OPs die besten Krankenhäuser kein Komplikationsereignis hatten, weisen die schlechtesten Kliniken allein nach der Entlassung zusätzliche Komplikationsraten von bis zu 10 Prozent auf.“