Hamburger FDP-Fraktionschefin

Katja Suding will für FDP-Präsidium kandidieren

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Nach der Schlappe bei der Bundestagswahl wählen die Liberalen in zwei Wochen ihre neue Führungsspitze. Die Hamburger FDP-Fraktionschefin Katja Suding will Mitglied im Präsidium werden.

Hamburg. Die Hamburger FDP-Fraktionschefin Katja Suding wird für das Präsidium der FDP kandidieren. Sie wolle sich noch stärker einbringen, sagte die 37-Jährige zwei Wochen vor dem ersten FDP-Bundesparteitag nach der Niederlage bei der Bundestagswahl. Im Präsidium könnte sie Parteivize oder Beisitzerin werden.

In Hamburg seien die Liberalen mit ihr als Spitzenkandidatin aus der außerparlamentarischen Opposition zurück in die Bürgerschaft gekommen, erklärte Suding. „Jetzt machen wir hier erfolgreiche Oppositionspolitik mit klarem liberalen Fokus.“ Diese Erfahrungen wolle sie auf Bundesebene nutzen. „Damit die FDP spätestens 2017 wieder im Deutschen Bundestag vertreten sein wird.“

Bei der Bundestagswahl am 22. September war die FDP erstmals seit 1949 auf Bundesebene an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Bundesweit und auch in Hamburg kam sie auf nur 4,8 Prozent. Wegen des miserablen Abschneidens wechselt die FDP im Bund ihre Führungsspitze aus. Auf einem Sonderparteitag am 7. und 8. Dezember in Berlin soll der ehemalige Generalsekretär Christian Lindner auf den bisherigen FDP-Chef Philipp Rösler folgen.

Als stellvertretende Parteivorsitzende ist Suding, die im Bundesvorstand der FDP war, schon länger im Gespräch – sie selbst hat bislang offen gelassen, ob sie dieses Amt anstrebt. „Wir brauchen eine personelle wie inhaltliche Neuaufstellung für das bundespolitische Comeback der FDP“, sagte die Politikerin.

Suding betonte, der Staat solle sich auf das beschränken, was die Menschen nicht alleine leisten können. „Deshalb sind die Pläne der sich abzeichnenden großen Koalition falsch, die uns Bürger mit viel Geld und neuen Schulden in überbordender Fürsorge erdrücken will“, erklärte sie. Deutschland brauche eine andere Familienpolitik. „Es gilt, den unübersehbaren Wust von familienpolitischen Maßnahmen zu entrümpeln, Krippen und Kitas effizienter zu gestalten und die frühkindliche Bildung in den Mittelpunkt zu stellen.“ Zudem sei es nicht mehr zeitgemäß, Steuervergünstigen auf der Grundlage eines Trauscheins zu gewähren, während etwa Alleinerziehende leer ausgingen.

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