St. Pauli: Erste Flüchtlinge verlassen die Kirche

14 der Männer haben Duldung erhalten und können nunin Wohncontainer umziehen

Hamburg. Die Zahl der Flüchtlinge der sogenannten Lampedusa-Gruppe, die einen Aufenthaltsantrag in Hamburg gestellt haben, wächst. Bis Mittwochabend hatten sich 14 der mehr als 70 in der St. Pauli Kirche untergekommenen Afrikaner bei der Ausländerbehörde gemeldet. Nach Angaben eines Behördensprechers sind weitere 24 Anträge in der Prüfung. Ein Flüchtling hat einen Asylantrag gestellt. Die Männer folgten einem Angebot des Senats, das ihnen bis zur rechtlichen Klärung ihres Aufenthaltsstatus eine Duldung in Deutschland garantiert.

Zugleich ist damit für die Männer der Weg frei, während des Winters in Wohncontainer zu ziehen. In der St. Pauli Kirche ist es im Winter zu kalt. Drei Kirchengemeinden hatten die Aufstellung der Wohncontainer beantragt. Nachdem der Bezirk Altona nun Baugenehmigungen für insgesamt elf der Unterkünfte in St. Pauli und Iserbrook genehmigt hat, steht der Auszug der ersten Flüchtlinge aus der Kirche unmittelbar bevor. Weitere 18 Container sollen an der Christianskirche in Ottensen aufgestellt werden.

Die Kirchengemeinden wollen den Umzug in die Container so schnell wie möglich organisieren. „Wir freuen uns, dass es losgeht“, sagte Pastor Markus Lemme von der Martin-Luther-Kirche in Iserbrook.