Rote Flora kündigt Kampf gegen Umbaupläne an

Vollversammlung einberufen. Auch SPD will Antrag der Investoren ablehnen

Hamburg. Die neuen Pläne für die Zukunft der von Linksautonomen besetzten Roten Flora im Hamburger Schanzenviertel stoßen bei Politikern und Besetzern auf Ablehnung. „Die Investoren werden Schiffbruch erleiden“, heißt es in einer Stellungnahme der Roten Flora. Das Vorhaben von Flora-Eigentümer Klausmartin Kretschmer, das frühere Theater zu einem großen Konzert- und Veranstaltungshaus umzubauen, zeuge von totalem „Realitätsverlust“. Bei einer Vollversammlung am Donnerstag will die Rote Flora nun das weitere Vorgehen beraten.

Der Vorsitzende des Planungsausschusses im Bezirk Altona, Mark Classen (SPD), kündigte indes an, dass der Bezirk den von Kretschmer bereits eingereichten Bauvorbescheidsantrag ablehnen werde. Der Antrag verstoße gegen den neuen Bebauungsplan, der den Istzustand erhalten soll.

Kretschmer hatte Pläne vorgelegt, die umfangreiche Arbeiten vorsehen: etwa die Aufstockung von zwei auf teilweise sechs Geschosse mit Veranstaltungs- und Proberäumen, Büros, einer Kita und einem Konzertsaal mit bis zu 2500 Plätzen. An der späteren Eigentümergesellschaft könnten sich Anwohner mit Aktien beteiligen, den Besetzern werde man günstig Räume anbieten, hieß es. Die Finanzierung erfolge über einen amerikanischen Investor.