Sewigs Tierwelt

Bonito und die roten Ohren

Einen Tapir anzuschauen macht unweigerlich gute Laune. Wenn sich seine rüsselförmige Nase suchend in alle Richtungen bewegt, kann selbst ein diplomierter Griesgram das Zucken seiner Mundwinkel nicht verhindern. Dass Babytapir Bonito - wie alle seiner Sippe - auch noch äußerst verschmust ist, war für Pfleger Thomas Günther nur noch ein Grund mehr, Tapire zu seinen Lieblingstieren zu zählen.

Bonito, mittlerweile längst erwachsen und in einen anderen Zoo abgegeben, ist eine von vielen erfolgreichen Tapir-Nachzuchten bei Hagenbeck. Und wie das funktioniert, erklärte mir Zootierarzt Dr. Michael Flügger vor vielen Jahren lautstark am Gehegerand. Nur so viel: Es kamen die Wörter Paarung, Schlammsuhle und Sand darin vor und dass das doch eigentlich scheuern müsste. Und schwups - hatten zwei nette ältere Damen neben uns ganz rote Ohren. Wer Dr. Flügger kennt, weiß, dass es ihm rein um die Weitergabe fachlicher Information ging. Was kann er dafür, was (oder besser wie es) die Tapire treiben ...?