Busse und Bahnen

Öffentlicher Nahverkehr: Hamburg gewinnt Großstadt-Test

Auf dem zweiten Platz landete München vor Leipzig und Hannover. Frankfurt schnitt im Test eines Automobilclubs am schlechtesten ab.

Hamburg/München. Der öffentliche Nahverkehr in Hamburg hat bei einem Test in zehn großen deutschen Städten am besten abgeschnitten. Bestnoten erhielt die Hansestadt für geringe Kinder-Ticketpreise, deutlich steigende Fahrgastzahlen und durchgehende Verbindungen in der Nacht. Das gab der Automobilclub „Mobil in Deutschland“ in München bekannt. Für ein Einzelticket müssen Kinder in Hamburg nach Angaben des Vereins bis zu 0,50 Euro weniger bezahlen als in anderen Städten. Nachts fahren am Wochenende in Hamburg ähnlich wie in Berlin alle U- und S-Bahnen sowie wichtige Buslinien durchgängig.

Auf dem zweiten Platz der Untersuchung landete München – trotz Kritik an der 40-minütigen Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Flughafen. In keiner der anderen untersuchten Städte braucht man für diese Strecke so lange wie in München. „Eine Anbindung zum Flughafen in 40 Minuten ist indiskutabel“, sagte der Vereinsvorsitzende Michael Haberland. Bestnoten erhielt die bayerische Landeshauptstadt hingegen für die Abdeckung mit "Park and Ride“-Plätzen. Demnach gibt es innerhalb des Münchner Verkehrsverbundes gut zehn solcher Plätze pro 1000 Einwohnern. Nur Bremen steht in dieser Wertung noch besser da.

Gemeinsamer Dritter wurden die Städte Leipzig und Hannover. Frankfurt schnitt unter anderem wegen stagnierender Fahrgastzahlen und einer geringen Abdeckung von "Park and Ride“-Plätzen am schlechtesten ab. Düsseldorf belegte den fünften Platz vor Bremen (6.), Berlin, Köln und Stuttgart (jeweils 7.).

Für den Vergleich hatte der Verein, der Pannenhilfe im In- und Ausland anbietet, aus elf verschiedenen Bereichen eine Gesamtnote gebildet. Der Großteil der Daten stammt von den einzelnen Verkehrsverbünden. "Mobil in Deutschland“, ursprünglich ein Münchner Verein, tritt seit 2009 bundesweit auf und hat knapp 2000 Mitglieder.