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Helmut und Hannelore Schmidt - Stationen ihres Lebens

1933 Die Nationalsozialisten kommen an die Macht. Helmut Schmidt wird zunächst Kameradschaftsführer in der Hitlerjugend, dann Scharführer, bis er 1936 ausgeschlossen wird. Hannelore Glaser tritt 1935 dem Bund Deutscher Mädel (BDM) bei, wird schließlich BDM-Scharführerin, 1937 muss sie in den Reichsarbeitsdienst.

1939 Der Zweite Weltkrieg bringt tief greifende Veränderungen auch in das Leben von Helmut Schmidt und Freundin Hannelore Glaser. In diesem Jahr schließt Schmidt seinen Wehrdienst als Wachtmeister ab. Wenig später wird er in den Kriegsdienst einberufen.

1940 Schmidt wird zum Leutnant befördert und nach Berlin zum Oberkommando der Luftwaffe abkommandiert. Zur gleichen Zeit absolviert Hannelore Glaser die Lehrerprüfung für Volks- und Realschule, arbeitet zunächst im Dorf Hambergen bei Bremen und erhält später eine Stelle an der Volksschule am Bauerberg in Hamburg-Horn.

1941 Helmut Schmidt muss an die Ostfront. Trotzdem verliert sich das junge Paar nicht aus den Augen.

1942 Nachdem Helmut Schmidt Anfang des Jahres nach Berlin beordert wird, kann er über die Ostertage nach Hamburg reisen. Er macht Hannelore einen Heiratsantrag. Schon Ende Juni 1942 wird auf der Uhlenhorst standesamtlich geheiratet. Am 1. Juli 1942 folgt die kirchliche Trauung der Schmidts in Hambergen bei Bremen. Das frisch vermählte Paar bezieht eine Wohnung an der Gluckstraße in Hamburg-Barmbek.

1944 Am 26. Juni wird Sohn Helmut Walter geboren, der nur acht Monate später auf tragische Weise an Gehirnhautentzündung stirbt. Hamburg wird durch Bombenangriffe zerstört, unendlich viel Leid bricht über die Stadt herein. Immerhin: Die Familien Schmidt und Glaser kommen mit dem Leben davon.