Zwischenruf

Besondere Note, leicht anrüchig

Eine Glosse von Nina Holley

Der Countdown läuft. Nur noch 17 Tage bis zur Traumhochzeit des Jahres. Bis Prinz William am 29. April vor den Augen der Welt "Yes" zu seiner Kate sagt. Männer wissen dieses Ereignis nicht zu schätzen, Frauen umso mehr.

Noch sind die wichtigsten Fragen offen. Welcher Designer entwirft das Brautkleid? Wer macht Kate die Haare schön? Wo kommt der Ring her, den er ihr an den Finger steckt? Wenigstens schien ein Detail schon geklärt: Der Duft zur Trauung sollte aus Hamburg von der Parfümeurin Kim Weisswange angeliefert werden. Doch jetzt stellt sich diese Nachricht als etwas anrüchig heraus

Ein Anruf aus dem britischen Königshaus habe sie ereilt, hatte Kim Weisswange auf Anfrage von Journalisten in der vergangenen Woche erklärt. Sie sei gebeten worden, einen Duft für das Paar zu kreieren. Lavendel und Rosen habe sie verwendet. Doch Worte sind flüchtig: Sprach sie zunächst von einem Mitglied des Königshauses, das sie beauftragt habe, war es plötzlich nur ein Vertrauter. Stinkt da etwas zum siebten Himmel?

Im Clarence House und im St. Jame's Palace, dort, wo sich die wichtigsten Hofbediensteten um alles Offizielle der Königsfamilie kümmern, rümpft man die Nase über das angeblich angeforderte Wässerchen aus der Hansestadt. Es habe keinen Auftrag gegeben, allenfalls ein "nettes" Standardschreiben auf das Angebot der Hamburgerin. Man habe ablehnen müssen, da das Brautpaar grundsätzlich keine werblichen Geschenke annehmen werde.

Stellt sich also weiterhin die Frage, wie Kate an ihrem großen Tag duften wird. Wichtig ist bekanntlich, dass ein Duft möglichst lange auf der Haut hält. Nur für die Hamburger Parfümeurin Kim Weisswange wäre es wahrscheinlich wirklich gut, wenn die ganze Angelegenheit schnell verfliegt.