Hamburg-Altona

Verdacht des sexuellen Missbrauchs - Pastor suspendiert

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Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Pastor, der in der St. Petri-Kirche eine betrunkene Frau sexuell missbraucht haben soll.

Hamburg. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs gegen einen evangelischen Pastor, der sich an einer 32-jährigen Frau vergangen haben soll. Die Tat soll sich nach dem Gottesdienst am Buß- und Bettag in der St. Petri-Kirche in Altona im November vergangenen Jahres ereignet haben.

Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge habe es nach dem Gottesdienst „Rotwein und Knabberzeug“ für die Besucher gegeben. Doch der „beschauliche Umtrunk“ endete offenbar in einem „Besäufnis“. Nach Mitternacht habe sich nur noch der verheiratete Pastor und die Betroffene in der Kirche befunden, die auch Mitglied des Kirchenvorstands der Gemeinde ist.

An Einzelheiten könne sich die Frau nicht erinnern, hieß es in der Zeitung weiter. Sie sei aber morgens zwischen den Sitzbänken in der Kirche aufgewacht, teilweise nackt und mit dem Talar des Pastors bedeckt. Der Pastor selbst habe hinter ihr gelegen. In mehreren Emails habe er sich an den folgenden Tagen für sein Verhalten entschuldigt. Dennoch entschloss sich die Frau, den zuständigen Propst Horst Gorski zu informieren.

Der 49-jährige, verheiratete Pastor ist bereits kurz vor Weihnachten wegen Amtspflichtverletzung vom Dienst entbunden worden, so der Sprecher der Nordelbischen Kirche. Ein kirchliches Disziplinarverfahren sei aufgenommen worden. Es ruhe aber solange, wie die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen andauern. (epd)