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Letzte Chance

Mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs, die Revision eines Angeklagten zu verwerfen, ist der strafrechtliche Rechtsweg ausgeschöpft. Das Urteil wird somit rechtskräftig. Jetzt kann es nur noch mit einer Verfassungsbeschwerde zum Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe angefochten werden.

Eine Verfassungsbeschwerde kann jeder Bürger einlegen, der sich durch die öffentliche Gewalt in einem seiner Grundrechte oder "grundrechtsgleichen Rechten" verletzt glaubt. Allein im Jahr 2009 gingen beim Bundesverfassungsgericht 6308 Verfassungsbeschwerden ein. Im gleichen Zeitraum wurde allerdings nur 111 Beschwerden stattgegeben.

Bei einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung lädt die Staatsanwaltschaft bei Rechtskraft des Strafausspruchs nach einer gewissen Frist den Verurteilten zum Strafantritt. Binnen einer Woche nach Erhalt des Schreibens muss er sich dann in der entsprechenden Justizvollzugsanstalt melden.

Im Ausnahmefall , etwa bei einer Erkrankung, kann jedoch ein Vollstreckungsaufschub gewährt werden. Die Haftstrafe wird dann später angetreten.