Noch-Kultursenatorin Karin von Welck plant zwei Coups zum Abschied

Mit ihrer Museumsreform ist Kultursenatorin Karin von Welck zwar weitgehend gescheitert, aber in ihrer letzten Arbeitswoche plant sie noch zwei Entscheidungen von großer Tragweite: Nach Abendblatt-Informationen wird sie bekannt geben, dass die Anbindung der hochkarätigen Sammlung aktueller Kunst von Harald Falckenberg an die Deichtorhallen endlich unter Dach und Fach ist. Demnach wird es künftig eine enge Kooperation zwischen den Ausstellungshallen am Deichtorplatz und der Harburger Privatsammlung geben. Dafür soll der Etat der Deichtorhallen um jährlich 500 000 Euro aufgestockt werden. Die Vereinbarung ist bereits unterzeichnet, jetzt müssen nur noch der Aufsichtsrat der Deichtorhallen und die politischen Gremien zustimmen.

Die zweite Entscheidung betrifft Kunsthallen-Chef Hubertus Gaßner, den die Senatorin aufgrund allzu offener Interview-Äußerungen inzwischen für illoyal hält. Wie Insider berichten, will von Welck heute auf einer Stiftungsratssitzung der Kunsthalle mit der Mehrheit der Behördenstimmen verhindern, dass Gaßners Direktorenvertrag verlängert wird.