In eigener Sache

Neue Serie "Hamburg maritim" startet morgen im Abendblatt

Foto: picture-alliance / dpa / picture-alliance

Elbe und Alster umfließen die Stadtteile wie ein Seidenkleid. WIr unternehmen mit Ihnen die längste Hafenrundfahrt der Stadt.

Hamburg. Es müssen nicht immer Tränen fließen, wenn man nah am Wasser gebaut ist. Für die Stadt Hamburg ist es ein Grund zur Freude. Elbe und Alster umfließen die Stadtteile wie ein maßgeschneidertes Seidenkleid. Und der Hafen ist sowieso der schickste von allen. Die Touristen kommen vor allem seinetwegen, aber auch Einheimische entdecken hier jede Woche Neues. Denn Deutschlands größter Port mit seiner unschlagbar zentralen Lage (Motto: "Mittendrin statt nur dabei") befindet sich in einem ständigen Wandel.

Rund um den Großen Grasbrook, ein ehemals unwichtiges Marschgebiet, wo 1401 der legendäre Pirat Klaus Störtebeker enthauptet wurde, wächst jetzt das modernste Stadtviertel Europas, die HafenCity. Und in der Speicherstadt, wo früher Arbeiter säckeweise Kaffee, Gewürze und Kakao stapelten, trinkt man heute einen Soja Latte to go bei seinem Weg in die Agentur, die Galerie oder die Musical-Schule.

Unsere neue Serie "Hamburg maritim" zeigt Ihnen von morgen an das neue, moderne Gesicht des Hafens. Erklärt, wo Neues aus Altem hervorgeht. Stellt die modernsten Unternehmen, interessantesten Schiffe, Hafenberufe, Werften und Terminals vor. Verrät versteckte Ecken und schöne Plätze in der Natur. Empfiehlt Restaurants, Geschäfte, Wassersportmöglichkeiten sowie kulturelle Events und beschreibt die Geschichte und die Zukunft des Hafens. Das alles in insgesamt 13 Teilen. Die ersten sieben lesen Sie ab morgen täglich, dann folgen sechs weitere Folgen an jedem Sonnabend - die wahrscheinlich längste Hafenrundfahrt der Welt.

Rekordverdächtig auch die Zahl der Schiffsankünfte: Gut 12.000 Schiffe pro Jahr kommen vorbei. "Hier weht die Luft von fernen Erdteilen", erkannte der Schriftsteller Gerhart Hauptmann schon 1888. Eigentlich komisch, dass gerade dieses internationale Areal, das permanent die ganze Welt zu Gast hat, so typisch hamburgisch ist. Dass man sich als Hanseat fast nirgends mehr zu Hause fühlt als an diesem Ort des Kommens und Gehens. Dass ein ehemaliges Industriegebiet mit Blick auf Ölraffinerien plötzlich zur teuersten Wohngegend wird.

Aber der Hafen hatte schon immer seine eigene Dynamik. Er ist der Motor, der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Metropolregion. Gut 160.000 Arbeitsplätze werden ihm zugerechnet. Nach harten Monaten steigen die Umschlagmengen im Hafen wieder. Die Kreuzfahrtbranche boomt; die Terminals sind gut ausgelastet. Die größten Schiffe, die je nach Hamburg gekommen sind, kommen jetzt (kürzlich etwa die "CMA CGM Christophe Colomb"). Hamburg ist neben Rotterdam und Antwerpen also weiterhin einer der drei führenden Häfen in Europa.

Klar, der Hafen ist laut. Das Baggern und Klappern von Koberern und Industriemaschinen mischt sich mit dem Geschrei von Möwen, Fischmarkt-Verkäufern und Elbphilharmonie-Gegnern. Gleichzeitig kann diese schwimmende Panoramatapete sekundenschnell das Gefühl von Urlaub erwecken. Der Hafen hat überall Fans, auch unter Prominenten. In unserer Serie wird jeden Tag eine andere bekannte Persönlichkeit ihre "Ode an Hafen" vortragen. Und der oberste Hafenkapitän, Käpt'n Jörg Pollmann, berichtet exklusiv für die Abendblatt-Leser im "Hafenschnack" Spannendes und Kurioses aus der Welt der Seefahrt. Der Kapitän weiß beispielsweise, warum man Kielschweine nicht füttern darf, wie Rührei Mexiko schmeckt und wo sich Schiffsgeister am liebsten verstecken. Das wollen Sie wissen? Kommen Sie an Bord.