Organisator des Fanfests zieht positives Fazit

Mehr als 500 000 Menschen haben in den vergangenen Wochen die WM-Spiele auf dem Fanfest auf dem Heiligengeistfeld verfolgt. Das Abendblatt sprach mit Organisator Uwe Bergmann über seine Bilanz.

Abendblatt:

Herr Bergmann, was war Ihr schönster Moment auf dem Fanfest?

Uwe Bergmann:

Das schönste Bild, das ich vor Augen habe, ist eine Situation nach dem Spiel Deutschland gegen Ghana: Eine Gruppe von Ghanaern wurde spontan von deutschen Fans umringt, und beide Gruppen bewegten sich - zusammen tanzend - zum Ghana-Stand auf dem Boulevard der Nationen.

Wie fällt Ihre Fanfest-Bilanz im Vergleich zu 2006 aus?

Wir haben 2010 ein sehr friedliches und stimmungsvolles Fußballfest gefeiert. Es ist uns gelungen, einige Verbesserungen erfolgreich umzusetzen. Insbesondere die Zugänge zum Veranstaltungsgelände haben sehr gut funktioniert: Durch die erhöhte Anzahl der Schleusen haben sich keine größeren Stauungen und keine längeren Wartezeiten an den Eingängen ergeben. Die Stimmung bei einer Fifa-WM im eigenen Land wie 2006 ist natürlich etwas ganz Besonderes. Die vielen ausländischen Gäste haben diesmal bei den Spielen ohne deutsche Beteiligung gefehlt.

Trotz des langen Turnierverbleibs der DFB-Elf stießen Sie nur bei zwei Deutschlandspielen an die Kapazitätsgrenze von 70 000 Besuchern, während in Berlin konstant 350 000 Menschen auf der Fanmeile waren: Wie erklären Sie sich die Zurückhaltung in Hamburg?

Wir haben die Kapazität des Public Viewings auf dem Heiligengeistfeld von 50 000 auf 70 000 Besucher erhöht. Wir sind mit dem Besuch der Deutschlandspiele sehr zufrieden. Es ist nachvollziehbar, dass bei 35 Grad einige Menschen lieber zu Hause oder im Schatten bleiben - wie zum Beispiel beim Viertelfinale gegen Argentinien.

Sie haben das Fanfest auf eigene Rechnung organisiert: Wird es in zwei Jahren zur EM ein Fanfest in dieser Größenordnung auf dem Heiligengeistfeld geben?

Wir würden selbstverständlich gern wieder ein Fanfest zur EM 2012 veranstalten. Grundvoraussetzung ist, dass wir einen Sponsor finden.