Innerhalb weniger Minuten versammeln sich 30 Schläger

Es sah nach einem Routineeinsatz für die Polizei aus, als sie einen Exhibitionisten in der Nähe des S-Bahnhofs Neuwiedenthal festnehmen wollten. Am Ende wurden fünf Beamte von 30 Schlägern verletzt. Das Protokoll der Einsatznacht am Sonnabend:

21.31 Uhr: Die Peterwagenbesatzung hat den betrunkenen Verdächtigen zu Boden gebracht. Sofort wird sie von etwa zehn Jugendlichen und Männern umringt und beschimpft. Die Beamten rufen Verstärkung, weil sie den Mann nicht ungestört festnehmen können.

21.32 Uhr: Die Gruppe der Angreifer wächst auf rund 20 Personen an.

21.33 Uhr: Erste Flaschen werden auf die Polizisten geworfen.

21.40 Uhr: Mittlerweile haben sich 30 Angreifer versammelt. Zwei weitere Streifenwagenbesatzungen treffen am Tatort ein. Die Täter zertrümmern Gehwegplatten und werfen mit Brocken auf die Polizisten.

21.41 Uhr: Es kommt zu handfesten Übergriffen. Die ersten beiden Polizisten werden als verletzt gemeldet. Über Funk rufen die Beamten Rettungswagen für ihre Kollegen.

21.43 Uhr: Die Rettungssanitäter kommen am Tatort an.

21.50 Uhr: Beamte der Bundespolizei werden zur Verstärkung gerufen.

22.00 Uhr: Nun geht auch ein Alarm an die Bereitschaftspolizei.

22.05 Uhr: Der dritte verletzte Polizist wird gemeldet. Nach und nach kommen 30 Streifenwagenbesatzungen an den Tatort. Die Festnahmen beginnen.

23 Uhr: Der Einsatz ist beendet. Die vierten und fünften Beamten werden als verletzt gemeldet.