Die Stadtteilserie: Sülldorf

Stadtteil-Patin: Anne Dewitz

Redakteurin Anne Dewitz erkundet die Natur rund um Sülldorf am liebsten an sonnigen Tagen auf dem Rad

Mein Lieblingsplatz

Im Sommer ist das Naturbad Marienhöhe ein wunderbarer Platz im Grünen zum Blaumachen. 26 500 Quadratmeter Liegefläche, eine Sommersauna (klein und ohne Schnickschnack) und ein Beachvolleyball-Feld warten auf Besucher. Mutige springen vom Turm aus einem oder sogar drei Meter Höhe ins Bad, andere beobachten lieber vom Liegestuhl aus. Für die kleinen Gäste gibt es ein Planschbecken. Die Wassertemperaturen sind gewöhnungsbedürftig, da die Becken nicht beheizt werden. Aber wie heißt es so schön: Nur die Harten kommen in den Garten.

Das Original

Der Biohof von Timmermann ist ein beliebtes Ausflugsziel. Kinder können dort Ferkel bürsten, Kaninchen streicheln, Hühner und Rinder beobachten. Bei Hofführungen für Kindergärten, Schulklassen oder private Gruppen können sie auf dem Anhänger des Treckers mitfahren, Gemüse ernten, im Heu spielen. Der Familienbetrieb wird in neunter Generation bewirtschaftet und ist einer von zehn Bauernhöfen in Sülldorf, die noch von Landwirtschaft leben. Im historischen Kuhstall von 1838 befindet sich ein Hofladen mit Bio-Produkten. Hier kauft auch Tim Mälzer ein.

Ideal für ...

Pferdenarren dürften sich im Paradies wähnen. Ein breit ausgebautes Reitwegenetz führt durch den Forst Klövensteen. Sieben Reithöfe bieten Ställe, Weiden, Longierhallen. Wen die Landlust packt, der ist nördlich der Bahnstrecke gut aufgehoben. Hier ist der typische Charakter eines Geestdorfes mit intakten Bauernhöfen und Reetdachkaten erhalten geblieben. Die Bürgerinitiative "Erhaltet Sülldorf, das letzte Geestdorf in Hamburg" kämpft seit 20 Jahren um dessen Erhalt, um Bausünden wie in Rissen zu verhindern und den Bauern die Freiflächen zu erhalten.

Mail: anne.dewitz@abendblatt.de

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