Bundesversammlung

13 Vertreter aus Hamburg wählen den Präsidenten

Susann Burwitz

Die Delegation setzt sich aus sieben Mitgliedern der SPD, drei der CDU und je einem Vertreter der GAL, der FDP und der Linken zusammen.

Hamburg. Hamburg entsendet 13 Delegierte in die Bundesversammlung zur Wahl des neuen Bundespräsidenten. Diese Zahl teilte das Bundesinnenministerium am Freitag in Berlin mit. Die Delegation der Hansestadt setzt sich aus sieben Mitgliedern der SPD, drei der CDU und jeweils einem Vertreter der GAL, der FDP und der Linken zusammen, wie ein Sprecher der Hamburger Bürgerschaft am Freitag sagte. Am kommenden Mittwoch (29. Februar) will die Bürgerschaft darüber entscheiden, wer genau als Vertreter zur Bundesversammlung entsandt wird.

Auch in Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern müssen sich die Landtage nun auf die Zusammensetzungen ihrer Delegationen einigen. Diese orientiert sich an der parteilichen Zusammensetzung des Deutschen Bundestages und der einzelnen Landesparlamente. Die Anzahl der zu stellenden Mitglieder der Bundesversammlung ergibt sich aus dem Anteil der Einwohnerzahl des jeweiligen Bundeslandes an der gesamtdeutschen Bevölkerung.

Insgesamt 114 Vertreter aus norddeutschen Bundesländern

Demnach wird Niedersachsen unter den norddeutschen Bundesländern mit 61 Delegationsmitgliedern die höchste Zahl an Vertretern der Bundesversammlung stellen. Schleswig-Holsteins Landtag wollte noch am Freitag die 22 Wahlmänner des nördlichsten Bundeslandes wählen. Mecklenburg-Vorpommern wird in der Bundesversammlung ebenso wie Hamburg mit 13 Mitgliedern vertreten sein und Bremen wird 5 Delegierte stellen.

Die Bundesversammlung besteht aus 620 Abgeordneten des Bundestages. Dazu kommt die gleiche Anzahl von Mitgliedern, die von den Volksvertretungen der Länder entsandt werden. Sie soll am 18. März einen Nachfolger für Bundespräsident Christian Wulff wählen, der vor einer Woche zurücktrat. Union, FDP, SPD und Grüne haben den parteilosen früheren DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck nominiert.

(dpa/abendblatt.de)

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