Silvester-Unfall in Francop

Nach Böller-Unfall: Junge noch zwei Wochen in Klinik

Der verbrannte Vierjährige ist "auf dem Wege der Besserung", bestätigte eine Sprecherin der Kinderklinik Wilhelmstift dem Abendblatt.

Hamburg. Der vier Jahre alte Diego aus Francop, der am Silvesternachmittag durch einen Feuerwerkskörper schwere Verbrennungen erlitten hat, wird keine bleibenden Schäden davontragen. "Das Kind ist auf dem Wege der Besserung", bestätigte eine Sprecherin des Kinderkrankenhauses Wilhelmstift gestern dem Abendblatt. Der Junge müsse noch etwa zwei Wochen im Krankenhaus bleiben.

+++ Verletzter Vierjähriger: Polizei ermittelt gegen unbekannt +++

Diego war gemeinsam mit seinem sechsjährigen Bruder am Sonnabend von seinen Eltern bei einer Babysitterin in Maschen abgesetzt worden. Die 31-jährige Frau ging gegen 18.30 Uhr gemeinsam mit den Jungen, ihrem Lebensgefährten und weiteren Kindern auf die Straße, um dort Feuerwerkskörper zu zünden. Ein Böller explodierte im Jackenausschnitt des Vierjährigen. Diego sagte später aus, dass ein Erwachsener einen Feuerwerkskörper hochgeworfen habe, der dann in seiner Jacke gelandet sei. Der Sechsjährige behauptet dagegen, dass der Gegenstand aus einer Gruppe Jugendlicher heraus geworfen wurde. Eine Vernehmung der Babysitterin am späten Montagabend hat nach Angaben der Polizei keine neuen Erkenntnisse erbracht. Es wird gegen unbekannt wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. "Wir gehen aber nicht von Vorsatz aus", sagte ein Polizeisprecher.