1004 Einsätze für die Feuerwehr

Böller in den Nacken: Kind mit Verbrennungen ins Krankenhaus

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abendblatt.de

Die Feuerwehr in Hamburg ist in der Neujahrsnacht zu 1004 Einsätzen ausgerückt. Jugendliche haben einem Vierjährigen einen Böller in den Jackenausschnitt geworfen.

Hamburg. Das Jahr 2012 ist da. Doch während der Großteil der Hamburger den Jahreswechsel feiert, ist die Feuerwehr allein zwischen 18 Uhr und 6 Uhr zu 1004 Einsätzen ausgerückt, davon 242 Brände und 731 Hilfeleistungen. In der "härtesten Nacht des Jahres" überwogen vor allem kleine Brände in Papiertonnen und auf Balkonen, wie die Feuerwehr mitteilte. Doch es kam auch zu Verletzungen. So erlitt ein 17-Jähriger am frühen Abend am Koopmanns Eck durch einen selbstgebastelten Feuerwerkskörper schwere Verbrennungen im Gesicht und Verletzungen der Augen. Der Junge wurde ins Universitätsklinikum Eppendorf befördert.

Auch ein vierjähriger Junge an der Stader Straße ist durch einen Böller schwer verletzt worden. Der Junge erlitt schwerste Verbrennungen am Hals. Vorbeigehende Jugendliche hatten dem Jungen einen Böller in den Jackenausschnitt geworfen. Er wurde in eine Kinderklinik gebracht. An der Hammer Straße wurde ein Mann von einer Feuerwerksrakete im Gesicht getroffen. Auch der Mann musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Ebenso ein 36-Jähriger, der ebenfalls von einer Feuerwerksrakete getroffen wurde.

Insgesamt rückte die Feuerwehr 1004 Mal aus - das sind 100 Einsätze weniger als vergangenes Silvester. Die Zahl der Brände ist leicht höher als vergangenes Jahr, liegt aber unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Wie die Polizei berichtete, wurden weniger Einsätze als erwartet gefahren. "Aufgrund der Wetterlage gab es keine besonderen Vorkommnisse“, sagte ein Sprecher.

Bei einer Silvesterfeier in Hamburg ist ein 23 Jahre alter Mann lebensgefährlich verletzt worden. Der Mann habe bei einem Streit auf einer Straße im Stadtteil Steilshoop mehrere Messerstiche erlitten, sagte ein Sprecher des Lagedienstes am Neujahrstag in der Hansestadt auf dapd-Anfrage. Das Opfer sei in einem Krankenhaus notoperiert worden. Nähere Angaben zum Motiv und dem Täter konnte die Polizei zunächst nicht machen. abendblatt.de mit Material von dapd

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