Casino-Betrug

Spielautomaten manipuliert – hoher Schaden

Foto: Michael Arning

Den betroffenen Casinos und Spielhallen sei seit Juni 2009 ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro entstanden - auch in Hamburg.

Hamburg. Mit Manipulationen an Spielautomaten sollen sich 19 Verdächtige in sieben Bundesländern hohe Gewinne ausgeschüttet haben. Den betroffenen Casinos und Spielhallen sei seit Juni 2009 ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro entstanden.

Die Ermittler verhafteten am Mittwochmorgen einen der beiden mutmaßlichen Haupttäter, einen 50-Jährigen, in Schwerin. Dort machte er gerade eine Therapie gegen seine Spielsucht. In Hamburg, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen wurden zudem 19 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht.

Ermittlungen gegen den nun verhafteten 50-Jährigen sowie seinen zehn Jahre jüngeren mutmaßlichen Komplizen hatten die Beamten auf die Spur der 17 weiteren Verdächtigen gebracht. Sie sollen die beiden Männer unterstützt haben – etwa indem sie Manipulationswerkzeuge herstellten und vertrieben.

Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial sicher. Bei einem 22-Jährigen in Hamburg-Dulsberg entdeckten sie einen Geldspielautomaten, der vermutlich als „Manipulations-Trainingsgerät“ diente, sagte eine Polizeisprecherin. In der Nähe von Koblenz wurde die Werkstatt eines 37-Jährigen beschlagnahmt. Die Polizisten stellten zudem unter anderem Geld, Schmuck und Autos im Wert von rund 46 700 Euro sicher.