Wirtschaftsgipfel: 380 hochkarätige Gäste beim Eröffnungsdinner

China trifft Europa - in Hamburg

Bürgermeister Ole von Beust empfing den chinesischen Vizeministerpräsidenten Zhang Dejiang.

Es ist der europäisch-chinesische Gipfel der Superlative, die einzige internationale Wirtschaftskonferenz über die gemeinsamen Beziehungen in Europa - und die Schar der Teilnehmer ist hochkarätig: Chinas stellvertretender Ministerpräsident Zhang Dejiang, Deutschlands Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier sowie EU-Kommissar Laszló Kovacs haben gestern Abend mit einem festlichen Abendessen die internationale Wirtschaftskonferenz "The Hamburg Summit: China meets Europe" in der Handelskammer Hamburg eröffnet.

"Die Europäische Union muss China als gleichberechtigten Partner behandeln. Mit dem Hamburg Summit als fairer Plattform für den Dialog auf Augenhöhe bauen wir neue Brücken und beleben bestehende Beziehungen", sagte Frank Horch, Präses der Handelskammer, vor etwa 380 Gästen aus China und Europa beim "Opening Dinner". Je stärker die Verbindung ist, desto besser können wir gemeinsame Herausforderungen wie den Klimawandel meistern."

Klima- und Umweltschutz sind neben den Handelsbeziehungen zwischen China und Europa die thematischen Schwerpunkte der Konferenz, die noch bis zum 12. September in der Handelskammer läuft. Am Vormittag hatte Bürgermeister Ole von Beust (CDU) Vizepremier Zhang im Rathaus empfangen, wo sich der Ehrengast ins Goldene Buch eintrug. Zhang besuchte auch das Airbus-Werk und die Blohm + Voss-Werft.

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Hamburg und dem Reich der Mitte florieren: Mehr als die Hälfte des deutschen Außenhandels mit China wird über den Hamburger Hafen abgewickelt. Die Hansestadt ist Drehscheibe für Handel und Dienstleistungen mit China. Mehr als 400 chinesische Unternehmen sind in Hamburg vertreten und nutzen die Metropole als europäische Drehscheibe für ihre Dienstleistungen und den Export ihrer Waren nach ganz Europa: Ein Drittel der Container, die im Hafen stehen, kommen aus China oder werden dorthin verschifft.

Mehr als 900 Hamburger Unternehmen treiben Handel mit China und steuern von hier aus ihre China-Im- und Exporte für ganz Europa. Eine der Firmen: Die REpower Systems AG, ein Unternehmen mit weltweit 1300 Mitarbeitern, einer der führenden Hersteller von Windenergieanlagen. "China wird für uns als Markt für die Windenergie immer wichtiger", sagt Daniela Puttenat, Leiterin Unternehmenskommunikation von REpower Systems.