Jahresbeginn

Ein historischer Blankenese-Kalender führt durchs Jahr

So bunt koloriert strahlt der Kalender in diesem Jahr.

So bunt koloriert strahlt der Kalender in diesem Jahr.

Foto: KJM

Zusammenstellung von 53 Motiven aus der spektakulären Sammlung des Treppenviertel-Briefträgers Jochen Engel.

Hamburg. Im traditionsreichen Blankenese bilden sie inzwischen so etwas wie eine neue Tradition: die logischerweise stets zum Jahresbeginn erscheinenden Kalender aus dem Verlag KJM. Frisch gedruckt liegt „Mein Blankenese“ vor – diesmal mit kolorierten kitschig-kultigen Karten als Titel. 53 Motive aus der spektakulären Sammlung des Treppenviertel-Briefträgers Jochen Engel haben Verleger Klaas Jarchow und Engel wieder zusammengestellt.

Das Verblüffende dabei: Wie üblich wirkt das Ganze wie ein Bildband – und ist damit zu schade allein für die Wand. Denn obwohl viele der Aufnahmen rund 100 Jahre alt sind, fällt die Orientierung leicht. Da vieles von der alten Bausubstanz mehr oder weniger unverändert erhalten ist, kann man mit dem Kalender im Gepäck durch die Straßen ziehen und auf Spurensuche gehen.

Viele maritime Motive

Da zuckelt dann zum Beispiel ein Pferdefuhrwerk die Blankeneser Hauptstraße hinauf oder Damen mit „Topfhüten“ schlendern zum Bulln. Auch Verschwundenes lässt sich (wieder) entdecken: Das alte Bahnhofshotel an der Bahnhofstraße oder das Film-Restaurant der Regina-Lichtspiele zum Beispiel. Längst verschwunden ist auch das prächtige Eingangstor des Strandhotels, das ansonsten äußerlich ganz unverändert wirkt. Auch viele Innenaufnahmen sind diesmal mit dabei.

Für Fans allen Maritimens gibt es jede Menge Motive – darunter das Seemannshaus am Falkensteiner Ufer, das Schifferhaus mit seinen Schiffsmodellen – und etliche Ansichten von Blankenese mit der Elbe im Vorder- oder Hintergrund. Ergänzt wird jedes Kalenderblatt einmal mehr durch die Hoch- und Niedrigwasserzeiten, angegeben für den Standort Unterfeuer Blankenese und zusammengestellt vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie.

Der Kalender „Mein Blankenese“ kostet 20 Euro und ist unter anderem im örtlichen Buchhandel sowie in der Abendblatt-Geschäftsstelle (Großer Burstah 18 bis 32) und unter abendblatt.de/shop zu erhalten.